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Unser Recap zur DMEXCO 2021

Die Digitalmarketing-Messe DMEXCO fand das zweite Jahr in Folge als rein digitales Format statt. Mit über 600 namhaften Speaker:innen war die DMEXCO 2021 einmal mehr DAS Event der Digitalbranche. Wir waren dabei und durften bei einigen spannenden Vorträgen und Panels Insights aufsaugen, bis nichts mehr ging. Das Gute am digitalen Format: Alle Besucher:innen können die Aufzeichnungen on demand auf der neuen DMEXCO-Plattform anschauen.

DMEXCO 2021 – das ist unser Recap

DMEXCO 2021 wurde als @home Edition durchgeführt.

Von Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Female Empowerment

Die thematische Vielfalt ist seit jeher das Markenzeichen der DMEXCO. Und auch 2021 bewies die digitale Leitmesse Niveau – Digitalmarketing-Themen wie Data, KI, AR, Omnichannel, Contextual Marketing waren genauso vertreten wie Diskussionen rund um Nachhaltigkeit, E-Mobilität, Diversität und Female Empowerment. Rund 47 Prozent der Speaker:innen waren weiblich, was weit über dem Durchschnitt vieler anderer Events liegt. Mehr als 57 Prozent der Speaker:innen auf der DMEXCO 2021 waren zudem international – eine Zahl, die beim nicht-digitalen Format sicherlich schwer zu toppen wäre.

Wer ein Gefühl für aktuelle Trends und Entwicklungen in der Digitalbranche erhalten möchte, ist auf der DMEXCO, ob vor Ort oder @home, auf jeden Fall richtig. Und so war es auch dieses Jahr:

  • Das Potenzial von Daten wird noch zu einem sehr geringen Anteil ausgeschöpft. Wenn es gelingt, Silos abzuschaffen und verschiedene Daten zu verknüpfen, entdecken wir ganz neue Möglichkeiten. Contextual Marketing gewinnt an Bedeutung. So sagte Pamela Drucker Mann von Condé Nast, dass sie genau darin eine große Chance sehe: „Ein Paradigmenwechsel zugunsten der Premium Publisher hat stattgefunden, weil wir nicht mehr auf eine Plattform begrenzt sind.“ Man könne die User:innen jetzt dort treffen, wo sie sich befinden und Autor:innen und Kreative haben die Chance, einen größeren Wert zu stiften. Gleichzeitig stellt der Datenschutz hohe Anforderungen an die Nutzung von Daten. Dem Ende der Third-Party-Cookies begegnet die Branche lösungsorientiert.
  • Der Generationswechsel naht: Mit der Gen Alpha kommt nun die erste Generation, die mit Livestreams groß geworden ist. Paul Nesbitt von Twitch sagte, dass das Konzept der Realität sich ändern werde. VR and AR würden zur Norm für Gen Alpha, beispielsweise im Unterricht. Hybride Lifestyles verknüpfen die echte Welt und die virtuelle Welt. Bislang war VR immer nur eine schlechte Kopie der echten Welt. Diese Erfahrungen werden besser und intensiver. Lisa Zauner vom WDR erklärte indes, wie „Future Personas“ erstellt wurden, um die Bedürfnisse der kommenden Generation zu identifizieren. Die Gen Alpha sei unglaublich visuell, so Ashley Feel von McCrindle. YouTube und nicht Google sei deren wichtigste Suchmaschine.
  • Mithilfe von Technologie gestalten wir unsere Welt, wie sie uns gefällt. Susanne Franz, Global Head Brand Communication der AUDI AG, sieht das Auto in unserer überbevölkerten und urbanisierten Welt nicht nur als Fortbewegungsmittel. „Das Auto wird zu einem Arbeitsraum, zu einem Unterhaltungsraum, zu einem privaten Raum, und damit zu einem hoch personalisierten Erlebnis“, sagte Franz. Schon heute hätten wir unsere Tools und Apps auf unseren Handys. Genauso werde auch das Auto zu einem sehr persönlichen und personalisierten Ort.
  • Die Customer-first-Attitude zählt! Marken müssen sich von den Kund:innen leiten lassen und mit ihnen in einen authentischen Dialog gehen, um in Zukunft bestehen zu können. Maria von Scheel-Plessen, Global Head of Media & Advertising bei Montblanc, erklärte so den Erfolg der Marke Montblanc, die in einem Luxus-Offline-Segment online neue Märkte erobert. Der Dialog mit der Zielgruppe wird durch User-generated Content und eine starke Omnichannel-Experience intensiviert.
  • #SettingNewPriorities war das Motto der DMEXCO 2021 und das Event blieb dem Motto treu. Wir sollten nichts als selbstverständlich hinnehmen, die kleinen Momente genießen, die kleinen Meilensteine feiern, sagte Maša Schmidt von SAP Deutschland. Wenn wir den Status quo immer wieder reflektieren und infrage stellen, üben wir unsere Resilienz und werden so die fortlaufende Transformation meistern.

Fazit: DMEXCO @home 2021 setzt Prioritäten

Sehr positiv fanden wir das Speaker:innen-Line-up, denn das haben wir auf vielen anderen Veranstaltungen anders erlebt. Es wurde nicht nur über Female Empowerment gesprochen, es wurde gelebt. Etwas mehr Tiefe hätten wir uns von der Nachhaltigkeitsdebatte erhofft. In seiner Eröffnungs-Keynote sprach Autor Franz Schätzing zwar die Verbraucher:innen an, aber nicht die Unternehmen. Dabei waren alle Großen wie Google, Facebook, Microsoft, IBM und Co. auf der DMEXCO 2021 vertreten. Herausforderungen wurden in den Panels aufgezeigt, nun müssen globale, machbare Lösungen folgen.

Wir hoffen, dass diese neuen Prioritäten auf der DMEXCO 2022 weiterentwickelt werden, und freuen uns darauf, wieder Geschäftspartner:innen vor Ort zu treffen, uns mit Branchenkolleg:innen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Also: auf zur DMEXCO 2022 live in Köln.

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