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Lässt sich Gendern mit SEO vereinbaren?

Schon wieder gendern – muss das sein? Keine Sorge, in diesem Beitrag wollen wir nicht der Grundsatzfrage nachgehen, ob geschlechtergerechte Sprache notwendig oder nervig ist. Doch es steht fest: Genderneutrale Schreibweisen drängen das generische Maskulinum zurück und wer Webtexte schreibt, kommt um gendergerechte Sprache nicht herum. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Content-Verantwortliche und freie Texter:innen fragen, wie sich Gendern und SEO-Aspekte unter einen Hut bringen lassen.

Gendern & SEO: Wie du geschickt gendern kannst, um gute Rankings, Lesbarkeit und eine gendersensible Sprache zu vereinen.

Mit einigen Tricks lassen sich Gendern, SEO und Grammatik vereinen.

Der Status quo: Gendergerechte Sprache in der Unternehmenskommunikation

In dieser Woche machte die Lufthansa damit Schlagzeilen, dass sie die traditionelle Begrüßungsformel „Sehr geehrte Damen und Herren“ an Bord abschafft. Flugreisende sollen von nun an gendergerecht mit „Guten Tag“ oder „Herzlich willkommen“ begrüßt werden. Im März veröffentlichte der Ingolstädter Autobauer Audi einen Gender-Leitfaden für die interne und externe Kommunikation: Aus „Audianern“ wurden ganz offiziell „Audianer_innen“. Ebenfalls im Frühjahr ergab eine Umfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass 16 der 30 DAX-Konzerne gendern oder dies in Zukunft beabsichtigen. Mit anderen Worten: Die geschlechtergerechte Sprache ist in der Wirtschaft angekommen – und damit im Content-Marketing.


Die Frage, ob Gendern notwendig ist, verliert – übrigens auch in unserem Agenturalltag – zusehends an Relevanz gegenüber der Frage, wie Unternehmen geschickt gendern und geschlechtergerecht kommunizieren können.


 

2 Möglichkeiten, um das Gendern und SEO zusammenzubringen

Ob in Pressemitteilungen oder Website-Texten, mit dem Trend zur geschlechtergerechten Sprache in der Unternehmenskommunikation drängt sich die Frage auf, wie sich Gendern und SEO vereinbaren lassen. Da der Google-Algorithmus lernfähig ist und auf Veränderungen in der Sprache und den Suchanfragen reagiert, mögen geschlechtersensible Schreibweisen wie „Texter*innen“ oder „Texter/innen“ in Zukunft vielleicht einmal relevante Suchvolumen aufweisen. Momentan tun sie das noch nicht. Auf Google regiert – Stand jetzt – das generische Maskulinum. Während der Begriff „Texter“ beispielsweise 1.900 Mal im Monat eingegeben wird, kommt „Texterin“ hingegen nur auf 320 Suchanfragen. Würdest du beispielsweise nur auf die weibliche Form setzen, hättest du ganz klar das Nachsehen im Kampf um gute Rankings.

Um SEO-konform zu gendern gilt es also, eine Schreibweise zu wählen, die die männliche Form nach wie vor enthält. Hieraus ergeben sich zwei Möglichkeiten: zum einen die klassische Doppelnennung beziehungsweise Paarform, zum anderen die Schreibweise mit Genderdoppelpunkt, die seit einigen Jahren großen Anklang in Medien, Behörden, Unternehmen und Universitäten findet. Worin liegen die Vor- und Nachteile der beiden Varianten, die wir in unserem letzten Magazin-Beitrag zum Thema „Gendern oder nicht?“ bereits kurz vorgestellt haben?

Die Doppelnennung: korrekt, aber laaaaaang

Die Doppelnennung der weiblichen und männlichen Form ist die wohl einzige grammatikalisch unumstrittene Variante des Genderns. Außerdem überzeugt sie in puncto SEO mit einem wesentlichen Vorteil: Für personenbezogene Keywords bietet sie das Potenzial, die Suchvolumen des weiblichen und des männlichen Begriffs zu kombinieren, was das Ranking positiv beeinflussen kann.

Ein Nachteil liegt allerdings auf der Hand: Der Gebrauch der Paarform kann eine knappe Zielgruppenbeschreibung schon einmal zu einem wahren Bandwurmsatz aufblähen – definitiv unpraktisch, wenn beim Schreiben von Ads, Produktbeschreibungen oder Metadaten jedes Zeichen zählt.

  • Nicht gegendert: „Unsere Schulsoftware richtet sich an Schüler, Lehrer, Schulleiter und Mitarbeiter der IT-Verwaltung.“
  • Mit Paarform gegendert: „Unsere Schulsoftware richtet sich an Schüler und Schülerinnen, Schulleiter und Schulleiterinnen sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der IT-Verwaltung.“

Aufgrund der ihr innewohnenden Tendenz zu Wortwiederholungen und Länge scheint die Paarform dann auch aus der Mode gekommen zu sein. In jüngster Zeit allerdings spielt sie sich wieder in den Vordergrund und könnte vielleicht sogar ein Comeback erleben. Der Grund? Der Barrierefreiheit von Content wird immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt.

In diesem Punkt stoßen nämlich die meisten anderen Möglichkeiten des Genderns an ihre Grenzen. Legst du Wert auf die Verwendung „Leichter Sprache“ oder „Einfacher Sprache“, um Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen das Lesen deiner Texte zu erleichtern, verbietet sich die Nutzung von Sonderzeichen – damit sind Binnen-I, Schrägstrich, Gender-Sternchen und Co. aus dem Spiel. Es verbleiben als einzige Möglichkeiten die Nutzung neutraler Formulierungen und die Paarform.

Übrigens: Auch wenn es gegen die Etikette und tradierte Schreibgepflogenheiten verstößt: Das „Netzwerk Leichte Sprache“ empfiehlt in seinen Regeln für die Verwendung Leichter Sprache bei der Doppelnennung die männliche Form voranzustellen, also etwa „Texter und Texterinnen“ zu schreiben und nicht „Texterinnen und Texter“. Diese Reihenfolge sei leichter zu lesen.

Doppelpunkt: die Schreibweise der Stunde

Die Doppelpunktschreibweise – zum Beispiel „Texter:innen“ – mag gegenüber der Paarform  in Sachen Barrierefreiheit das Nachsehen haben. Auf der anderen Seite schließt sie neben Frauen und Männern auch nichtbinäre Personen ein. Und spätestens seit es den Deutschen im Jahr 2018 ermöglicht wurde, ihr Geschlecht nicht mehr nur als „weiblich“ und „männlich“, sondern auch als „divers“ anzugeben, müssen sich Schreibende die Frage stellen, wie sie nichtbinäre Personen mit ihrem Content adressieren können. Bei der Personalsuche ist es seit 2019 sogar gesetzlich vorgeschrieben, das dritte Geschlecht zu berücksichtigen.

Wie bei der Paarform können Suchmaschinen bei der Schreibweise mit Genderdoppelpunkt – in der Theorie – sowohl die männliche als auch die weibliche Form erkennen, zudem fügt sich der Doppelpunkt typografisch unaufgeregt sowie ohne übermäßige Störung des Leseflusses ins Schriftbild. Ein gravierender Nachteil allerdings: Diese Variante des Genderns funktioniert nur, wenn die gegenderte Schreibweise weiterhin die maskuline Form beinhaltet. Im Begriff „Ärzt:in“ wird Google das Keyword „Arzt“ nicht finden.

Auch wer „Kunde“ gendern will, steht vor dem gleichen Problem, sich über den Gebrauch einer korrekten Sprache – und eventuelle Ranking-Einbußen – hinwegsetzen zu müssen. In „Kund:innen“ ist die richtige männliche Form nicht mehr enthalten. Dann heißt es: Entweder du beißt die Zähne zusammen und lässt die Endung „-e“ schweren Herzens unter den Tisch fallen oder du nutzt alternativ eine grammatikalisch korrekte, aber manchmal etwas umständliche Ausweichformulierung, also „Kundschaft“, „kaufende Personen“, „Zielgruppe“ oder „Kaufinteressierte“. Deine Leser:innen werden in beiden Fällen verstehen, worauf du hinauswillst. In Bezug auf SEO musst du abschätzen, wie wichtig der männliche Begriff für dich als potenzielles Keyword ist.

Trend: Zurück zum Genderstern?
Der Genderdoppelpunkt ist seit einiger Zeit dabei, dem guten, alten Genderstern den Rang abzulaufen. Auch von uns wird er verwendet und empfohlen – und das aus vielen guten Gründen. Es könnte sich allerdings eine Trendwende im allgemeinen Gebrauch abzeichnen: Unter anderem wurde es stets als Argument angeführt, dass der Doppelpunkt von Screenreadern im Gegensatz zum Genderstern als Pause gelesen werde und daher für sehbehinderte Menschen die vorteilhafteste Variante sei. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat dieser Einschätzung jüngst mit vielschichtigen Argumenten in einem Statement zum Gendern widersprochen. Generell empfiehlt er aus Gründen der Barrierefreiheit geschlechtsneutrale Lösungen und – wenn es unbedingt eine Kurzform sein muss – den Genderstern. Es bleibt also spannend, wie sich die Verwendung von Genderdoppelpunkt und -Genderstern weiter entwickeln wird.

Paarform vs. Doppelpunkt: der Zwischenstand

Wie fällt das Zwischenfazit in Sachen „Gendern und SEO“ aus? Für Google funktionieren sowohl die Paarform als auch die Doppelpunkt-Variante in den meisten Fällen gut. Daher gibt es nicht die eine richtige Art zu gendern, sondern nur diejenige, die am ehesten zu deinem Unternehmen oder deiner Personenmarke als Freelancer:in passt. Im Zweifel musst du die verschiedenen Vor- und Nachteile gut gegeneinander abwägen – und dann die Schreibweise wählen, die deiner Zielgruppe am ehesten entspricht.

Während eine ältere oder traditionell orientierte Kundschaft tendenziell die Paarform bevorzugt, erwarten jüngere Menschen zunehmend die selbstverständliche Ansprache nichtbinärer Personen. Wichtig ist: Hast du dich einmal entschieden, bleibe der von dir gewählten Variante treu. Denn kaum etwas wirkt unprofessioneller und stört die Lesbarkeit mehr als ein Gewirr uneinheitlicher Schreibweisen.

Beide Schreibweisen im SEO-Lesbarkeits-Test

Welche Rolle spielen die Überlegungen zur Lesbarkeit gegenderter Begriffe nun in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung deines Contents? Ganz einfach: Erfahrungswerte zeigen, dass leicht lesbare Texte bessere Ranking-Chancen haben als schwer lesbare Texte. Es handelt sich bei der Lesbarkeit also um einen – offiziell von Google noch nicht bestätigten, aber sehr plausiblen – Rankingfaktor. Eine Aussage über die Lesbarkeit von Texten lässt sich mit dem sogenannten Flesch-Index treffen.


➤ Was ist der Flesch-Index?
Beim Flesch-Index – oder Flesch-Reading-Ease-Score – handelt es sich um einen Wert, mit dem sich die Lesbarkeit von Texten formal bestimmen lässt. Das auf einer mathematischen Formel basierende Verfahren wurde von Rudolf Flesch entwickelt und basiert im Wesentlichen auf der Feststellung, dass kurze Sätze und Wörter leichter verständlich sind als lange Sätze und Wörter. Je höher der Flesch-Index, desto besser ist die Verständlichkeit.

Flesch-Index Lesbarkeit Verständlich für
0–30 sehr schwer Akademiker:innen
30–50 schwer
50–60 mittelschwer
60–70 mittel 13- bis 15-jährige Schüler:innen
70–80 mittelleicht
80–90 leicht
90–100 sehr leicht 11-jährige Schüler:innen

Schauen wir uns einen fiktiven Textabschnitt an, der sich an ein Beispiel von geschicktgendern.de anlehnt und immerhin neun nicht geschlechtergerechte Wörter enthält.

Screenshot: www.wortliga.de Screenshot: www.wortliga.de „Der Online-Kurs wurde für Texter und Content-Manager von großen Unternehmen (mehr als 50 Mitarbeiter) entworfen. Er ist besonders für Anfänger sehr benutzerfreundlich. Jeder, der den Kurs abschließt, wird erfreut sein, wie schnell er Fortschritte macht. Bei Fragen helfen unsere Mitarbeiter gerne weiter und beantworten E-Mails innerhalb von 24 Stunden.“

Bestimmen wir den Lesbarkeitsindex der Passage mit dem Textanalyse-Tool von Wortliga, können wir zufrieden sein: Ein Wert von 52 ist für die Zielgruppe des Kurses ein gutes Ergebnis.

Zuerst die Paarform

Nun haben wir alle neun Problemstellen konsequent durch die Benutzung der Paarform bereinigt. Das ist der Text:

Screenshot: www.wortliga.de Screenshot: www.wortliga.de „Der Online-Kurs wurde für Texterinnen und Texter sowie Content-Managerinnen und -Manager von großen Unternehmen (mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) entworfen. Er ist besonders für Anfängerinnen und Anfänger sehr benutzerfreundlich. Jede bzw. jeder, die bzw. der den Kurs abschließt, wird erfreut sein, wie schnell sie bzw. er Fortschritte macht. Bei Fragen helfen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne weiter und beantworten E-Mails innerhalb von 24 Stunden.“

 

Schon der erste Leseeindruck macht deutlich: Die Gendergerechtigkeit mag in dem kurzen Abschnitt gewahrt sein, die Lesbarkeit hat aber gelitten. Wir brauchten ganze 18 zusätzliche Wörter, um die sprachliche Geschlechtergerechtigkeit herzustellen – der Text ist nun viel zu lang und liest sich umständlich. Der Online-Test bestätigt unser Sprachgefühl mit einem Lesbarkeitsindex von 45.

… dann der Doppelpunkt

Zum Vergleich gendern wir nun alle Stellen mit dem Doppelpunkt. Das sieht dann so aus:

Lesbarkeit Wortliga Textanalyse Screenshot: www.wortliga.de „Der Online-Kurs wurde für Texter:innen und Content-Manager:innen von großen Unternehmen (mehr als 50 Mitarbeiter:innen) entworfen. Er ist besonders für Anfänger:innen sehr benutzer:innenfreundlich. Jede:r, die:der den Kurs abschließt, wird erfreut sein, wie schnell sie:er Fortschritte macht. Bei Fragen helfen unsere Mitarbeiter:innen gerne weiter und beantworten E-Mails innerhalb von 24 Stunden.“

 

Nun richtet sich der Text zwar auch an nichtbinäre Personen und wir konnten die Wörteranzahl wieder auf den Originalstand zurückstellen. Die Online-Prüfung offenbart allerdings auch, dass sich die Lesbarkeit noch einmal deutlich verschlechtert hat: Der Index beträgt nur noch 35.

3 Schritte, um Gendern mit einer besseren Lesbarkeit zu vereinen

Wenn du dich für das Gendern entscheidest, wird sich die Lesbarkeit deines Textes verschlechtern – da gibt es nichts schönzureden. Folgt daraus aber, dass du aufs Gendern aus SEO-Gründen komplett verzichten solltest? Keinesfalls. Vielmehr solltest du

  • deine Formulierungen mit Bedacht sowie situations- und sachangemessen wählen,
  • kreative neutrale und alternative Formulierungen verwenden, wenn es möglich ist,
  • noch einmal an den grundsätzlichen Stellschrauben drehen, die für die Lesbarkeit eine Rolle spielen.

Lies also deinen gegenderten Text noch einmal in Ruhe durch und achte darauf, ob du an der ein oder anderen Stelle hinsichtlich der Lesbarkeit nachbessern kannst. Es hat sich bewährt, in drei Schritten vorzugehen:

  1. Überprüfe zunächst einmal, ob du Doppelpunkt-Schreibweisen im Singular durch den Plural ersetzen kannst, also etwa „die:der Texter:in“ durch „die Texter:innen“ – im Handumdrehen ist der Lesefluss besser.
  2. Als Nächstes kontrollierst du, ob du das ein oder andere geschlechtsspezifische Wort durch neutrale Formulierungen, substantivierte Partizipien oder Funktionsbeschreibungen ersetzen kannst, zum Beispiel „die Mitarbeiter“ durch „die Teammitglieder“ oder „die Mitarbeitenden“. Mitunter kannst du deine Adressat:innen auch direkt ansprechen, um geschlechtsspezifische Formulierungen zu umgehen.
    Nützliche Links:
    Wenn du gendergerechte Sprache und korrekte Grammatik vereinen willst, fährst du mit geschlechtsneutralen Synonymen zu den typischen Begriffen aus dem Marketing- und Unternehmensumfeld häufig am besten. Wer im Alltag Inspirationen und konkrete Formulierungshilfen sucht, kann online mittlerweile auf das ein oder andere praktische Genderwörterbuch und zahlreiche Tipps zum geschickten Gendern zurückgreifen.

    Hier sind drei Link-Empfehlungen:

    Genderwörterbuch von Geschicktgendern.de
    Wörterliste für die journalistische Praxis von Genderleicht.de
    Genderwörterbuch von Gendern.de
  3. In einem letzten Schritt wirfst du noch einmal einen Blick auf andere Faktoren, die für die Lesbarkeit eine Rolle spielen, also Satzlänge, Satzstruktur und Co. Dabei orientierst du dich an den goldenen Regeln des (Web-)Textens. Das heißt:
    • Strukturiere deinen Text durch eine klare Überschriftenhierarchie, also eine H1-Überschrift sowie H2- und H3-Überschriften.
    • Idealerweise sollten deine Absätze die Länge von etwa 150 Wörtern nicht überschreiten.
    • Streue Elemente ein, die den Text auflockern – Bilder, Highlight-Zitate oder Infoboxen.
    • Adjektive und Adverbien solltest du nur benutzen, wenn sie notwendig sind.
    • Vermeide Füllwörter und Modalverben.
    • Verwende kurze, prägnante Sätze und teile Schachtelsätze in mehrere Sätze auf.
    • Konzentriere dich in jedem Satz auf einen Gedanken. Hauptsachen gehören in Hauptsätze, Nebensachen in Nebensätze.
    • Schreibe aktiv und lass die Finger von sperrigen Nominalkonstruktionen.

Der finale Gender-SEO-Lesbarkeits-Check …

Hast du dir deinen Text noch einmal – Satz für Satz, Wort für Wort – vorgenommen und überarbeitet, sollte sich die Lesbarkeit wieder ein ganzes Stück verbessert haben. Werfen wir einen letzten Blick auf unseren Beispieltext. Dieser könnte sich nach dem Feinschliff so lesen:

Lesbarkeit Wortliga Textanalyse Screenshot: www.wortliga.de „Der Online-Kurs wurde für Texter:innen und Content-Manager:innen von großen Unternehmen (mehr als 50 Mitarbeitende) entworfen. Er ist besonders für Neulinge sehr benutzungsfreundlich. Wer den Kurs abschließt, wird erfreut sein, wie schnell die Fortschritte sich bemerkbar machen. Hast du Fragen? Gerne helfen wir dir weiter und beantworten deine E-Mails innerhalb von 24 Stunden.“

Unterziehen wir die Passage noch einmal einer letzten Prüfung im Textanalyse-Tool, sehen wir: Der Lesbarkeitsindex entspricht mit 54 beinahe wieder dem nicht gegenderten Original (52), allein an der Sprachmelodie könnten wir noch ein wenig feilen.

Unser Fazit: Gendern und SEO vereinen? Geht doch.

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