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Dig Deeper – darauf kommt es in Sachen Content-Recherche wirklich an

26. August 2021 No Comments

Perfekter Content braucht brillante Themen. Doch diese wollen erst einmal gefunden sein. Keine leichte Aufgabe, gleicht die Content-Recherche häufig einer Suche nach Text-Trüffeln im Themenwald. Wie du schnell und gezielt zu wahren Topic-Delikatessen vordringst, erklären wir dir in diesem Beitrag.

Mit fundierter Content-Recherche zu Themen, die ankommen

Lies hier, mit welchen Strategien du bei der Content-Recherche zu großartigen Themen findest. (Foto: Viktoriia / Adobe Stock)

Warum ist eine gute Content-Recherche entscheidend?

Der amerikanische Multiunternehmer Gary Vaynerchuck sagte einmal:

“Putting out great content is always the right idea.”

Leichter gesagt, als getan. Schließlich gilt es, großartigen Content zunächst zu erstellen. Der Knackpunkt: Wirklich gute Texte, die Leser:innen bewegen, inspirieren und aktivieren, sind nicht nur sprachlich stark, sondern auch – und vor allem – inhaltlich fundiert. Willst du bei deiner Zielgruppe ins Schwarze treffen und sie begeistern, solltest du deinen Texten deshalb stets eine sorgfältige Content-Recherche voranstellen.

Nimm dir ausreichend Zeit, interessanten Topics auf den Grund zu gehen, anstatt sie bloß oberflächlich abzuklopfen. Auf diese Weise

  • bekommst du einen guten Überblick zur Quellenlage,
  • findest du spannende Perspektiven, die über das Naheliegende hinausgehen, und
  • schaffst die ideale Basis für Content, der bei deinen Leser:innen im Gedächtnis bleibt.

Content-Recherche: Schritt für Schritt zum soliden Text-Fundament

Hast du vor, deinen Redaktionsplan für die nächsten Wochen zu füllen oder brauchst spontan ein spannendes Thema für einen neuen Beitrag, kannst du dich bei der Content-Recherche an den folgenden drei Schritten orientieren:

Schritt 1: Betreibe ein wenig Marktforschung

Damit dein Content gut performed, ist es ratsam, die Themen für deine Texte nicht nur aus einem persönlichen Interesse heraus zu wählen, sondern bei der Content-Recherche auch den Markt im Blick zu haben. Hast du eine erste, grobe Idee, ist eine Keyword-Analyse hilfreich, um die Idee zu konkretisieren. Statistiken wie das Suchvolumen zum Beispiel zeigen dir an, welche Schlüsselwörter relevant sind und geben dir eine Vorstellung von den Klicks, die du mit der Optimierung auf bestimmte Keywords erreichen kannst.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, bei der Content-Recherche einen Blick auf die Konkurrenz zu haben. Welche Themen performen bei deinen Konkurrenten am besten? Was für Beiträge werden von der gemeinsamen Zielgruppe am meisten geteilt, gelikt und kommentiert? Stellst du dir bewusst diese Fragen, erkennst du schnell aktuelle Trends – was dich wiederum in Hinsicht auf deinen eigenen Content-Kalender inspirieren kann. Die Betonung liegt hier auf „inspirieren“. Um dich mit deinen Texten aus der Masse abzuheben, solltest du stets eine eigene Perspektive einnehmen.

Schritt 2: Erweitere deinen Quellen-Pool

Hast du dein Thema gefunden und begibst dich auf die Suche nach passenden Quellen, die du für deinen Beitrag nutzen möchtest? Dann lohnt es sich, auch abseits von Google zu recherchieren. Neben deiner Content-Recherche über die Online-Suchmaschine kannst du beispielsweise auch nach einer passenden Podcast-Episode suchen oder dir ein Video zum Thema anschauen. Wer es Oldschool mag, kann bei der Content-Recherche auch mal ein Buch zur Hand nehmen.

Tipp: Mach dir Notizen, wenn du auf eine interessante Meinung oder ein wichtiges Argument stößt, und schreibe dir am besten gleich die Quelle auf. So behältst du den Überblick und weißt beim späteren Texten noch, wo du die passenden Informationen finden kannst, falls du einen bestimmten Punkt noch einmal nachschlagen möchtest.

Schritt 3: Finde die passende Hook

Um Texte zu schreiben, die unique sind, solltest du eine eigene Richtung einschlagen. Übernimm also nicht bloß das, was deine Quellen bereits abbilden, sondern finde einen Zugang, der sich davon abhebt. Stelle dir dazu die folgende Frage:

Wie kann ich meine Leser:innen auf meine ganz eigene Weise für den Text begeistern?

Bei der Antwort kannst du gerne deiner Kreativität freien Lauf lassen. Zum Beispiel kannst du dir ein sprachliches Bild überlegen, das du mit der Headline und dem Teaser als Einstieg nutzt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, bewusst einen Weg einzuschlagen, der in den bestehenden Quellen nur wenig beachtet wird. Auch das hilft dir, deinen Text so aufzuziehen, dass er deinen Leser:innen auffällt.

Du hast dir eine passende Struktur für deinen Text überlegt? Dann ran an die Tasten und losgetextet!

Die zündende Idee für den nächsten Beitrag ist dir bei deiner Content-Recherche noch nicht gekommen oder dir fehlt schlicht die Zeit zum gründlichen Recherchieren? Dann ist der folgende Absatz genau das Richtige für dich:

Was tun, wenn sich partout kein neues Thema findet?

Wer kennt es nicht: Die Zeit drängt, eine stundenlange Content-Recherche ist nicht drin und trotzdem muss ein großartiges Thema her. Schließlich willst du dich mit Unique Content von der Konkurrenz abheben und Inhalte erstellen, die gesehen und gelesen werden. Die gute Nachricht: Content muss nicht immer neu sein. Ein Stichwort lautet in diesem Zusammenhang: Content-Reuse. Über das reine Recyclen bestehender Artikel hinaus gibt es zwei weitere Strategien, mit denen du im Nu aus alten Beiträgen neue Artikel generierst:

  • Hast du erst kürzlich einen umfangreichen Blog-Beitrag geschrieben, bietet dir dieser den perfekten Anlass für einen weiteren, kleineren Text, in welchem du auf einen bestimmten Aspekt noch einmal im Detail eingehst. In ähnlicher Weise kannst du dir bei der Erstellung von längeren Beiträgen bereits vorab überlegen, ob sich das Thema nicht vielleicht aufbrechen oder auffächern lässt. Ein Beispiel: Erst kürzlich erschien im textbest Magazin ein Beitrag zum Thema Gendern. Dieser bot eine ideale Vorlage für einen weiteren Text, bei dem der Spezialbereich „Gendern und SEO“ im Fokus steht.
  • Evil Twins sind eine weitere Möglichkeit, um zu neuen Headlines zu kommen. Im Kern geht es um einen Perspektivwechsel. Hast du zum Beispiel einen Text mit dem Fokus auf Tipps und Tricks geschrieben, kannst du dieses Thema im Rahmen eines weiteren Beitrages einfach umdrehen – statt „Tipps für das Schreiben von Ratgebern“ lautet deine Headline dann etwa „Fehler, die du beim Ratgeber-Schreiben unbedingt vermeiden solltest“.

Content-Recherche leichtgemacht

Die regelmäßige Suche nach Themen ist zwar nicht immer spaßig, jedoch essenziell, um den Redaktionsplan zu füllen. Je nach verfügbarer Zeit ist es ratsam, eine umfassende Content-Recherche anzustellen. Denn diese ist dir ein wertvolles Hilfsmittel, möchtest du genau die Themen finden, die für deine Zielgruppe relevant sind. Solltest du Zeitdruck haben, hilft es aber auch zu wissen: Nicht immer muss das Rad neu erfunden werden.

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