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Content-Reuse x 5 – wie du mit wenig Content viel erreichst!

Dir rennt wieder die Zeit davon und du weißt nicht, wie du schnell neuen Content kreieren sollst, der auf die gesteckten Ziele einzahlt? Dann befreie dich als Erstes von der Denke, immer etwas komplett Neues erschaffen zu wollen – denke das, was du hast, einfach anders! Durch Content-Reuse holst du das Beste aus vorhandenen, wertvollen Inhalten, indem du sie mit aktuellen oder weiteren Aspekten anreicherst oder in neue Formate überführst. Wir zeigen dir, wie du im Handumdrehen ein bisher mittelmäßig laufendes Thema in einen Ranking-Erfolg verwandelst.

Content-Reuse: Neue Ideen aus bestehenden Inhalten entwickeln

Mit Content-Reuse schnell neue Inhalte generieren (Foto: Worawut / Adobe Stock)

Wie du mit Content-Reuse zeiteffizient neue Inhalte kreierst

Die Produktion von hochwertigem Content ist zeitaufwendig und damit auch eine Frage finanzieller und personeller Ressourcen. Dennoch lohnt sich der Aufwand, den nachhaltiges Content-Marketing mit sich bringt, für Unternehmen. Du kannst natürlich Tausende Euro in Ads stecken, aber solch eine Vorgehensweise wird dich beziehungsweise dein Unternehmen auf mittel- bis langfristige Sicht unnötig Geld kosten. Dabei liegt die Quelle für neue Inspiration so nah, nämlich in deinem bestehenden Content. Die Frage ist also nicht immer, was das nächste, neue Thema wird, sondern wie du bestehende Inhalte in „fresh content“ transformieren kannst.

In diesem Artikel erfährst du, wie du mit Content-Reuse schnell neue Inhalte generierst, ohne bei null anzufangen, und neue Leser:innen beziehungsweise Kund:innen gewinnst.

1. Content-Republishing: Alter Wein in neuen Schläuchen?

Du hast einen älteren Beitrag in deinem Unternehmensblog, der wieder oder weiterhin aktuell ist? Dann ist Content-Republishing das Mittel der Wahl: Aktualisiere den Artikel wo nötig und veröffentliche ihn erneut. Übrigens eignen sich News und Produktinformationstexte, wie du dir denken kannst, dafür nicht sonderlich gut – konzentriere dich stattdessen auf zeitlose Artikel von übergeordneter Relevanz.

2. Content-Refurbishing: Bring bestehende Inhalte in Bestform

In deinem Katalog an bestehenden Inhalten sind sicherlich einige Beiträge in die Jahre gekommen. Je nachdem welche Kriterien du zur Messung anlegst und welche Ziele du erreichen möchtest, wählst du dir die mit dem potenziell größten ROI aus und unterziehst sie einer Frischekur.

Beim sogenannten Content-Refurbishing oder auch Content-Remastering bringst du den Beitrag in ansprechende Form und auf den aktuellen Stand. Überarbeite beispielsweise veraltete Daten, ersetze altbacken aussehende Bilder, passe bei Änderungen der Corporate Language das Design an und/oder optimiere deinen Text auf die Suche in Google und Co. Solche Aktualisierungen und Erweiterungen wird übrigens auch der Google-Algorithmus honorieren – insofern schlägst du mit einem Content-Update dieser Art zwei Fliegen mit einer Klappe!

Wonach entscheide ich, welchen Content ich überarbeite?

An erster Stelle steht immer deine Content-Strategie. Achte darauf, deine Content-Strategie und -Ziele bei all deinen Maßnahmen stets im Blick zu behalten. Die Auswahl der infrage kommenden vorhandenen Inhalte ließe sich nach Kriterien wie Traffic, Rankings, Interaktionsrate, Leads und weiteren Kennzahlen treffen – je nachdem was für dein Unternehmen laut Strategie relevant ist. Interessant können auch die Klick- sowie die Absprungrate sein: Gibt es beispielsweise viele Klicks auf eine Webseite, jedoch eine hohe Absprungrate? Dann solltest du beim Content-Reuse die entsprechenden Texte genauer unter die Lupe nehmen. In solchen Fällen liegt großes Potenzial!

3. Content Recycling: Aus alt mach neu!

Wie der Begriff Content-Recycling schon andeutet, werden bestehende Inhalte in neue Formate gegossen. Die Vielfalt an Möglichkeiten bemisst sich wiederum an deiner Strategie und an den Formaten, Kanälen und Plattformen, die du bereits nutzt. Natürlich kannst du auch neue Wege beschreiten, nur hast du nicht immer die Zeit, um dich beispielsweise in eine neue Plattform einzuarbeiten. Zudem solltest du nur Wege beschreiten, die deiner Content-Strategie entsprechen.

Liste mit Anregungen für Content-Reuse & -Recycling

  • Verarbeite ein Video, einen Artikel oder einen Podcast-Beitrag als Präsentation!
    Nutze die Vorzüge von Plattformen wie SlideShare oder LinkedIn, auf denen Präsentationen von einem größeren Publikum abrufbar sind. Dabei sollest du auf ein sichtbares, aber zurückhaltendes Branding achten und natürlich auf deine Website verweisen.
Tipp: Kannst du die Präsentation direkt in ein anderes Format umwandeln? Notiere die Optionen und speichere sie in deinem Backlog.
  • Erstelle E-Books oder Whitepaper zu deinen Top-Inhalten!
    Beiträge, die deine Kennzahlen vor Freude zum Hüpfen bringen, sind ideal, um sie als Whitepaper, Leitfaden oder E-Book aufzubereiten. Schließlich haben sich bereits viele Nutzer:innen deiner Website für deinen Beitrag interessiert – warum also nicht die Inhalte vertiefen und die Beziehung intensivieren? Herunterladbare Formate sind übrigens perfekt, um Leads zu generieren. Achte jedoch darauf, dass du klar signalisierst, was Interessierte in deinem Whitepaper oder Ähnlichem erwartet, und beschreibe genau, was die Vorzüge und Inhalte sind. Denn natürlich sollten die Erwartungen deiner Leser:innen nicht enttäuscht werden.
  • Denke crossmedial und mache aus schriftlichem Content Audio- oder Videoinhalte!
    Hast du einen beliebten Leitfaden zu einem Thema erstellt? Wie wäre es, wenn du die Inhalte in einem Podcast oder als How-to-Video präsentierst? Mach dir den Facettenreichtum von Formaten und Kanälen zunutze und gewinne damit Menschen für dein Unternehmen, die sich beispielsweise eher über Audio- oder Videoformate freuen.
Tipp: Erstelle eine Umfrage, um zu erfahren, wo die Interessen und Präferenzen deiner Abonnent:innen liegen (Stichwort: Nutzer:innenzentrierung). So erhältst du weitere, datenbasierte Impulse zu Content-Formaten und Themen!

Content Reuse für mehr Barrierefreiheit

Wusstest du, dass 350.000 Menschen in Deutschland eine Sehbehinderung haben und 5,4 Millionen Menschen schwerhörig sind? Auch Legastheniker:innen sind froh, wenn nicht alles immer nur in Textform Verbreitung findet – mal ganz abgesehen von den verschiedenen Lerntypen. Es ist also ratsam, Inhalte in verschiedenen Formaten aufzubereiten, um deine Inhalte barrierefrei zu präsentieren und damit so vielen Menschen wie möglich zur Verfügung zu stellen.

  • Lass Micro Content sprechen und teile Zitate, Teaser oder Zahlen auf Social Media!
    Hier geht es darum, Menschen mit Content-Häppchen auf dein Unternehmen aufmerksam zu machen. Rufst du auf Social Media damit Reaktionen hervor, können sich diese Social Signals mitunter als wahre Ranking-Booster für deinen Content erweisen. Je nachdem wie die Richtlinien und die Content-Strategie deines Unternehmens aussehen, kann ein provokanter Teaser oder eine Frage der Türöffner für die nächsten Website-Besucher:innen sein.
Tipp: Erstelle mit Canva, Adobe InDesign oder einem anderen Grafikprogramm Vorlagen, sodass du die Zitate visuell schön unterstreichst und zugleich immer schnell neue Sprüche, Zitate, Headlines oder Impulse in das passende Format übertragen kannst.
  • Nutze mehrere Plattformen für Audio- und Video-Content!
    Geh in die Breite und erweitere die Auswahl der Plattformen zur Vermittlung deiner Inhalte. Allzu oft gehen wir von unseren eigenen Gewohnheiten aus, dabei ist die Welt wesentlich vielfältiger. Das gilt natürlich auch für die Präferenzen von Nutzer:innen für bestimmte Plattformen und Kanäle, Designs, Produkte und vieles andere mehr. Überlege also, ob du Videos nicht nur auf YouTube, sondern auch auf Facebook Watch, Vimeo oder iTunes teilst – am besten mit Untertitelfunktion und selbstverständlich immer mit einem Call-to-Action, der Zuschauer:innen auf deine Website lenkt. So sparst du dir den Aufwand bei der Content-Entwicklung und kannst trotzdem neue Menschen für dich begeistern.
  • Veröffentliche einen Gastbeitrag auf anderen Blogs und Websites!
    Du hast einen Beitrag ausgesucht, dessen Thema sich für auch für die Leser:innenschaft eines anderen Mediums eignet? Dann zögere nicht nachzufragen, ob du deinen Artikel dort in ähnlicher Form veröffentlichen kannst. Nach Absprache solltest du übrigens Beiträge, die du bei anderen Plattformen, Blogs und Unternehmen beigesteuert hast, unbedingt wiederverwerten. Vielleicht bietet sich in dem Zuge direkt ein Content-Refurbishing an!
  • Arbeite mit konsistenter und natürlicher Bildsprache!
    Schau dir deine Beiträge in Bezug auf die Bildsprache an – ist das Titelfoto noch zeitgemäß oder wäre ein neues besser? Denke daran, dass das Vorschaubild wie eine Vorspeise für das Auge ist und den Hauptgang anteasert. Mach also Appetit auf mehr und wähle ansprechende, aktuelle Bilder aus!
  • Optimiere deine Inhalte nach SEO- und CRO-Gesichtspunkten!
    Content-Reuse bietet eine hervorragende Gelegenheit, um Beiträge unter die Lupe zu nehmen, die spannende Themen behandeln, aber nicht so gut laufen. Mit einem WDF*IDF-Check sowie einer Prüfung der Metadaten, der Customer Journey und des UX-Designs wirst du herausfinden, was du verbessern kannst. Es lohnt sich in vielerlei Hinsicht, deine Texte für die Google-Suche zu optimieren.
Tipp: Hinterfrage dein Storytelling bei nicht gut performenden Beiträgen und optimiere mithilfe der SOAP-Formel die Conversion-Rate von Verkaufstexten.

4. Content-Restructuring: Ordnung und Struktur

Auf manchen Websites muss man die Content-Juwelen nahezu detektivisch suchen. Diese Problematik führt dazu, dass Website-Besucher:innen schnell aufgeben und die Beiträge gar nicht erst das Bildschirmlicht erblicken – oder aber sehr viel von den Nutzer:innen, die hartnäckig bleiben, abverlangt wird. Dann möchten sie für ihre Mühe allerdings auch etwas wirklich Gutes zu sehen bekommen!

Prüfe also,

  • ob deine Suchfunktion schnell passende Ergebnisse liefert,
  • ob du eine gute interne Verlinkung etabliert hast und
  • thematisch passende Themen für die weiterführende Lektüre angezeigt werden.

5. Content-Repurposing: I changed my mind …

Hin und wieder gibt es den Fall, dass frau beziehungsweise man die eigene Einstellung zu einem Thema ändert. So haben sich beispielsweise im Bereich Suchmaschinenoptimierung in den letzten Jahren sehr viele Parameter verändert: Heutzutage sieht ein guter, suchmaschinen- beziehungsweise vielmehr nutzer:innenoptimierter Text völlig anders aus als noch vor fünf oder zehn Jahren. Allein der Übergang von der Suchmaschinenoptimierung zur Nutzer:innenzentrierung ist ein bedeutsamer Paradigmenwechsel, der andere, neue Maßstäbe mit sich bringt.

Liegen in deinem Content-Keller Beiträge, die du aufgrund neuer Auffassungen dringend überarbeiten solltest? Dann ist es Zeit für Content-Repurposing. Gib deinem Beitrag einen neuen Dreh und Blickwinkel. Auf diese Weise zeigst du, dass du offen für Veränderungen bist und kannst zudem neue Leser:innen beziehungsweise Kund:innen gewinnen.

Fazit: Mit Content-Reuse zeiteffizient spannende Inhalte erschaffen

Wie du siehst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, mit wenig Aufwand guten Content zu kreieren. Die Kunst liegt darin, deinen Content-Plan nachhaltig und ausgewogen aufzustellen. Begeistere deine Zielgruppe mit einer Melange aus neuen und älteren Themen und mache dir dabei das Potenzial von bestehenden Inhalten zunutze.

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