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Content-Marketing-Trends 2021 – unser Blick in die Glaskugel

Vor einigen Jahren mussten wir noch viel Aufklärungsarbeit im Content-Marketing leisten. Was ist genau Content-Marketing? Was können wir damit erreichen? Wie ist der ROI? Solche Fragen stellen uns neue Kunden hin und wieder auch heute noch – allerdings ist die Tendenz stark abnehmend. Denn Content-Marketing gehört inzwischen zu den Marketing-Disziplinen, die Unternehmen einfach brauchen, um relevant zu sein.

Content-Marketing-Trends 2021

Bild: Rawf8 / Adobe Stock

Trend #1: Content-Marketing ist keine Kür, sondern Pflicht

Im Jahr 2021 wird sich die Position von Content-Marketing im Marketing-Mix noch weiter festigen. Wer nicht mit gutem Content überzeugen kann, wird nicht als Experte wahrgenommen und kann online kein Vertrauen aufbauen. Die Folge von fehlendem Content-Marketing ist also Irrelevanz und das kann am Markt darüber entscheiden, wer geht und wer bleibt.

Dass Content-Marketing in der Mitte der (Marketing-)Gesellschaft angekommen ist, zeigt auch Google Trends: Der Begriff „Content-Marketing“ ist kein aufstrebender Hype mehr, sondern hat sich auf einem gleichbleibend hohen Level stabilisiert.

Und es gibt natürlich noch einen weiteren Grund, weshalb Content-Marketing bleiben wird – in der Post-Covid-Ära ist jedes Marketing digitales Marketing. Und digitales Marketing funktioniert nicht ohne guten Content. Laut einer im April 2020 durchgeführten NewsCred-Studie erwarten bis zu 72 Prozent der Marketer deshalb deutliche Budget-Erhöhungen im Bereich Web-Content. Der Content-Trend wird demnach 2021 und sicher auch darüber hinaus noch wachsen.

Trend #2: Content-Marketing braucht Daten UND Kreativität

Kreative Menschen haben manchmal eine gewisse Scheu vor Daten. Datenmenschen schauen manchmal auf die Kreativen herab, denn sie neigen zu nicht datenbasierten Bauchentscheidungen. Und so liefern sich Content-Marketer und Performance-Marketer oftmals ein Wettrennen um die Gunst der Kunden. Wie so oft im Leben, ist aber die goldene Mitte erstrebenswert. Unsere Glaskugel sagt: 2021 werden die Kreativen lernen, mit Daten umzugehen, und die Analysten die Kunst der Kreativität anerkennen. Was können wir also tun, um diese zwei Welten zu verheiraten und das kreative Content-Team an Daten heranzuführen?

  • Prozesse etablieren, die es dem Redaktionsteam erlauben, Einblicke in die KPIs zu erhalten.
  • Schulungen anbieten, sodass auch die Geisteswissenschaftler im Team an eine Zahlen-Daten-Fakten-Denke herausgeführt werden.
  • KPI-Reports in einem monatlichen Teammeeting auswerten, sodass sich alle mit den Daten vertraut machen können.
  • Eine Kultur fördern, in der Marketing-Daten einfach dazugehören, aber der Mensch immer noch im Mittelpunkt steht.

Trend #3: Content-Marketing ist visionär

Content-Marketing wird in den kommenden Jahren erwachsen. Schon heute ist klar, dass Content-Marketing keine Werbung ist. Content ist dazu da, um Probleme unserer Zielgruppe zu lösen, daher ist die Kommunikation aus Kundensicht unerlässlich. So weit, so gut. Was schon lange in Branchen-Talks und Keynotes propagiert wird, ist aber noch nicht in den Unternehmen angekommen, ja noch nicht einmal in den Werbeagenturen. Wir müssen 2021 endlich ernsthaft damit anfangen, aus dem Blickwinkel des Nutzers zu kommunizieren, eine Ressource für ihn sein und seine Fragen beantworten. Die Customer Experience muss aber noch einen Schritt weitergehen: Wir müssen DIE Fragen des Lesers beantworten, die er sich noch gar nicht stellt. Content-Marketer müssen Visionäre ihrer Branche sein und antizipieren, was der Nutzer zukünftig brauchen wird.

Trend #4: Content-Marketing braucht Audio und Bewegtbild

Wir sind als Textagentur natürlich große Freunde des geschriebenen Wortes. Dennoch ist dieser Content-Trend nicht von der Hand zu weisen: Audio und Video werden im Jahr 2021 und darüber hinaus an Bedeutung gewinnen. Das heißt nicht, dass Texte obsolet werden, sondern dass sich die Content-Formate ergänzen und eine ganze Welt kreieren, in der sich die User aufhalten können. Dieser Trend ist aktuell auf drei Entwicklungen zurückzuführen:

  1. Eines der Hauptziele von Content-Marketing ist es, Vertrauen aufzubauen. Und das geht mit Ton und Bild besser und schneller als mit Text.
  2. Covid hat die Nutzung von Audio und Video verstärkt und viele User sind inzwischen an Videocalls gewöhnt, d. h. die Akzeptanz solcher Content-Formate steigt.
  3. Um auf Social-Media-Kanälen wie z. B. TikTok neue Zielgruppen anzusprechen, müssen wir die kanalspezifischen Formate nutzen – das fördert den Content-Trend zu snackable Videos.

Trend #5: Content-Marketing baut Communitys auf

Die Content-Marketing-Trends der letzten Jahre haben gezeigt, dass sich die Branche diversifiziert. Dieser Content-Trend wird sich weiter fortsetzen. Wer bisher Content zum Thema „Tierfutter“ bereitgestellt hat und damit Erfolg hatte, muss in den kommenden Jahren womöglich stärker in die Nische, beispielsweise indem der Content sich künftig um „Hundefutter“ oder sogar „Hundefutter Barfen“ dreht (Letzteres ist die Ernährung eines Hundes mit rohem Hundefutter).

Sobald wir uns in einer solchen Nische befinden, ist der Community-Aufbau eine logische Konsequenz. Wir sehen dies schon vielfach am Markt – Menschen mit einem bestimmten Interesse, einer Leidenschaft oder einem speziellen Beruf finden in einer geschlossenen Facebook-Gruppe oder in einem Netzwerk, das beispielsweise unter Mighty Networks gehostet wird, zusammen. Denn nachdem der Content konsumiert wurde, gibt es Fragen, Meinungen und Diskussionen, die der Kommunikation bedürfen. Diese Tendenz zum Community-Building sieht auch Facebook selbst und ist bereits dabei, die Sichtbarkeit von Gruppen zu erhöhen.

Für Unternehmen bedeutet das, dass reiner Content in den kommenden Jahren nicht ausreichen wird, um Leads zu generieren. Vielmehr müssen wir versuchen, ein Universum zu erschaffen, in dem sich unsere Zielgruppe nahtlos zwischen Magazin-Beiträgen, Success-Storys, Ratgebern, Podcasts, YouTube-Videos, Live-Videos, Facebook-Gruppen und vielen weiteren Kanälen und Formaten bewegt. Jede Phase dieser komplexen und nicht linearen Customer Journey braucht zielführenden, Nutzen bringenden Content.

Fazit

Unternehmen, die sich intensiv mit ihrer Zielgruppe beschäftigen und an den aktuellen Content-Marketing-Trends dranbleiben, haben große Marktpotenziale. Vor allem dann, wenn Content-Marketing, Performance-Marketing, SEO, PR und E-Mail-Marketing zusammenarbeiten und wir Abstand nehmen von dem Silo-Denken der letzten Jahre.

In diesem Sinne: Lasst uns großartigen Content kreieren, der Unternehmen und Lesern weiterhilft!

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