Amazon-Ranking verbessern: Was es als Verkäufer zu beachten gilt

21. Oktober 2019 No Comments

Amazons Erfolgskurs bleibt ungebrochen. Umso wichtiger, sich als Verkäufer mit Amazon-SEO zu beschäftigen und sein Amazon Ranking zu verbessern.

Mit SEO-Optimierung Ihr Amazon-Ranking verbessern.

Amazon Ranking verbessern dank passender Keywords. (Foto: Andrei / Adobe Stock)

Warum Amazon-SEO für Verkäufer so wichtig ist

Bei Suchmaschinenoptimierung (SEO), denkt man in der Regel an ein gutes Google-Ranking. Doch auch beim Shoppingriesen Amazon wird Suchmaschinenoptimierung, kurz Amazon-SEO, immer wichtiger. Denn das amerikanische Verkaufsportal ist mittlerweile so erfolgreich, dass viele Kunden die Produkte direkt bei Amazon suchen und nicht erst den Umweg über Google nehmen. Amazon fungiert damit selbst als Suchmaschine. Und da der Online-Händler inzwischen rund 27 Prozent des deutschen Online-Umsatzes generiert, ist es für Verkäufer unverzichtbar, ein gutes Ranking bei Amazon zu erzielen. Denn hier gilt die gleiche Faustregel wie bei Google: Nur wer oben ist, wird geklickt.

Amazon A9 – der Algorithmus des Shoppingriesen

Um seinen Kunden bestmögliche Ergebnisse präsentieren zu können, benutzt Amazon einen eigenen Ranking-Algorithmus namens A9. Er entscheidet, welches Produkt auf Basis einer bestimmten Suchanfrage auf welchem Rankingplatz landet und dem User angezeigt wird. Wenn Sie also auf dem Amazon-Marketplace ganz vorne mitmischen möchten, sollten Sie die folgenden Infos zum Amazon-SEO beim Erstellen Ihrer Produktseite beachten.

Gut zu wissen: Anfang des Jahres hat Amazon seine Produktseiten überarbeitet und so bei vielen Verkäufern Unruhe ausgelöst. Die allgemeine Frage war, ob Amazon-SEO überhaupt noch Sinn macht, wenn die Erstellung von Produktseiten vereinheitlicht wird. Die Antwort darauf lautet ja, denn Faktoren wie Keywords, Preis und Conversion spielen noch immer eine große Rolle.

Amazon- und Google-Algorithmus: Das haben sie gemeinsam

Amazon hat in puncto Ranking-Kriterien das Rad nicht neu erfunden. Das bedeutet: Viele Tipps, die für ein gutes Google-Ranking gelten, lassen sich nutzen, um auch das Amazon-Ranking zu verbessern.

1. Faktor Text

Ein guter (Produkt-)Text ist auch bei Amazon das A und O. Allerdings kann die Onpage-Optimierung bei Amazon im Gegensatz zu Google nur innerhalb der begrenzten Text- und Wortanzahl erfolgen. Präzise Formulierungen sind daher noch wichtiger und die Auswahl der passenden Keywords für Titel, Bullet Points und Produktbeschreibung sollten bei der Erstellung der Produktseite im Vordergrund stehen. Keywordstuffing ist auf dem Marketplace dabei genau so wenig erwünscht wie bei Google, denn Lesbarkeit und Lesefluss sollen Vorrang bleiben. Diese und weitere nützliche Tipps lesen Sie in unserem Beitrag „Produktbeschreibungen schreiben“.

2. Faktor Kunde

Ähnlich wie bei Google ist auch für den Amazon-Algorithmus der Faktor Kundenrezensionen entscheidend. Die Anzahl der Sterne, die Kunden als Feedback geben können, wird von A9 berücksichtigt. Sie sind gewissermaßen für den Marketplace das, was für Google die Backlinks sind. Umso mehr ein Grund, die Kundenwünsche immer im Blick zu behalten und schnell auf Kritik zu reagieren. Wenn ein Produkt mehrfach kritisiert wird, sollten Sie vielleicht überdenken, ob die Produktbeschreibung wirklich passend ist oder ob das Produkt tatsächlich Mängel aufweist, die sie beheben können. Nur so erhalten Sie wieder positivere Rezensionen und schließen idealerweise mehr Verkäufe ab.

Wichtig für Ihr Amazon-Ranking: Machen Sie Ihre Kunden glücklich

Jeff Bezos betont in Interviews immer wieder, dass die Kunden-Zufriedenheit für ihn oberste Priorität hat. Und tatsächlich richtet Amazon sein gesamtes Marktkonzept darauf aus, den Einkauf für den User so bequem wie möglich zu gestalten. Um Ihre Kunden optimal zufrieden zu stellen, sollten Sie daher bei Ihrer Produktseite auf die folgenden drei Punkte achten:

1. Zielgruppenansprache

Damit sich der Kunde von Ihnen und Ihrem Produkt angesprochen fühlt, sollten Sie sich vor der Erstellung Ihrer Produktseite Gedanken zu Ihrer Zielgruppe und deren Bedürfnissen machen. Stellen Sie sich hierfür am besten die folgenden Fragen:

  • Wer genau kauft Ihr Produkt (Alter, Geschlecht, Herkunft, Bildungsstand)?
  • Was könnte die Person in die Suchleiste eingeben (Short-, Midtail- oder Longtail-Keyword)?
  • Gibt es zusätzliche Artikel, die Ihre Kunden interessieren könnten? Können Sie damit vielleicht ein Produkt-Bundle* schnüren und potenziellen Käufern damit entgegenkommen?

* Unter einem Bundle versteht Amazon das Anbieten mehrerer Produkte unter einer ASIN (Amazon Standard-Identifikationsnummern).

Die Antworten hierauf liefern Ihnen – neben relevanten Keywords – Indizien für die angemessene Sprache und Struktur Ihrer Produktbeschreibung: Ob Sie beispielsweise Fachbegriffe verwenden sollten oder nicht und ob Design oder Funktionalität in der Textreihenfolge oberste Priorität haben sollten.

2. Produktbild

Um Ihren Kunden ein optimales Einkaufserlebnis zu bieten und das Amazon-Ranking zu verbessern, sollten Sie des Weiteren dafür sorgen, dass Ihre Produktbilder eine hohe Auflösung von mindestens 1000 x 1000 Pixel haben. So ist sichergestellt, dass Kunden die Amazon-Zoom-Funktion nutzen und sich das Produkt näher anschauen können. Dies kann sich positiv auf den Kaufentscheid auswirken. Ein gutes Bild ist außerdem wichtig, da Menschen auf visuelle Reize anspringen und – last but not least – weil Amazon die Produktseiten ohne Bild gar nicht erst in sein Ranking einbezieht.

3. Preis

Natürlich sind Kunden immer auch auf der Suche nach dem günstigsten Angebot. Um die Preise Ihrer Konkurrenz im Blick zu behalten, kann sich ein Repricing-Tool lohnen. Wenn Ihr Produktpreis im Vergleich zur Konkurrenz nur zwei Prozent höher ist, kann dies schon einen Unterschied bei der Kaufentscheidung bedeuten. Dann sollten Sie also über eine Preissenkung nachdenken, ohne dabei aber Ihre Marge aus den Augen zu verlieren. Wichtig ist in diesem Zusammenhang immer auch die Erwartungshaltung der potenziellen Käufer. Erscheint der Preis zu gering, kann dies ebenso verkaufshemmend wirken wie ein zu hoher Preis, der das Produkt überteuert wirken lässt. In beiden Fällen bleibt die Conversion aus, sprich die Umwandlung vom Interessenten zum Kunden. Da die Conversion-Rate aber ebenfalls eine essenzielle Stellschraube ist, um das Amazon-Ranking zu verbessern, sollten Sie der Gestaltung des Verkaufspreises entsprechend Aufmerksamkeit widmen.

Hinweis: Ein Repricing-Tool ist eine Anwendung, die Ihre Produktpreise und die der Konkurrenz im Blick hat. Wenn Sie beispielsweise ein Produkt zu günstig anbieten, erkennt das Tool dies automatisch und schlägt eine Erhöhung vor.

Wo baue ich die Keywords ein?

Wenngleich viele Elemente auf einer Amazon-Produktseite bereits vorgegeben sind, gilt es einige kurze Texte zu verfassen. Hierbei kommt es vor allem auf die Keywords an, die für das Amazon-Ranking genauso wichtig sind wie für Google. Neben einer gründlichen Keyword-Recherche sollten Sie daher auch auf die richtige Platzierung der Keywords achten. Eine besonders wichtige Rolle spielt der Produkttitel. Er sollte die Suchbegriffe enthalten, die der Kunde am wahrscheinlichsten in die Amazon-Suchleiste eingeben wird. Ob die Keywords besser am Anfang, in der Mitte oder am Ende des Titels stehen und wie lang dieser sein darf, ist unter Experten strittig. Wichtiger ist ohnehin, dass Sie knapp und elegant die kunden-relevanten Eigenschaften Ihres Produkts auf den Punkt bringen.

Keyword-relevant sind zudem die Bullet Points unter dem Preis Ihres Artikels. Bauen Sie hier fünf kurze Sätze ein, die die wichtigsten Features Ihres Produkts zusammenfassen, damit die Besucher der Seite schließlich auf den „In den Warenkorb“-Button klicken.

Die Produktbeschreibung ist für den Algorithmus zwar weniger relevant als der Titel, sie kann aber dennoch das Amazon-Ranking verbessern. In längeren Textteilen lassen sich nämlich besonders gut Longtail-Keywords einbauen, nach denen potenzielle Kunden häufig suchen. Ein Beispiel wäre: „Funkwecker mit ansteigendem Alarm“. Gehen Sie hier auf die Vorteile Ihres Produkts ein und welche Funktionen es erfüllt. Erzählen Sie vielleicht auch, wie und wo es hergestellt wurde und was es einzigartig macht.

Fazit

Im Amazon-SEO können Sie vieles anwenden, was Sie schon durch die Optimierung für Google kennen: Keywords, Bilder und nutzerrelevante Informationen. Für Amazon gilt jedoch als Allererstes: Haben Sie Ihre Kunden-Rezensionen im Blick. Nur wenn Sie Ihre Kunden dauerhaft zufriedenstellen, werden Sie Ihr Amazon-Ranking verbessern.

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