Als Unternehmen spenden – keine leichte Entscheidung

Unser diesjähriger Jahresrückblick kommt ein wenig spät – der Grund dafür ist allerdings super: Wir hatten im Jahr 2018 wirklich gut zu tun. Aber darum soll es heute nicht gehen. Wir haben uns eine ganze Weile darüber Gedanken gemacht, wie wir einen Teil unseres Unternehmensgewinns anderen zugutekommen lassen können. Als Unternehmen zu spenden ist aber gar nicht so leicht, denn die Auswahl an Organisationen und Projekten ist riesig. Wie wir uns entschieden haben, lesen Sie hier!

textbest: Wir spenden als Firma

3 Spenden zu Weihnachten

Wir haben uns auf drei Spendenzwecke geeinigt:

  • humanitäre Hilfe
  • Umwelt- und Tierschutz
  • ein Berliner Projekt

Konkret haben wir uns für folgende Organisationen entschieden:

Ärzte ohne Grenzen e. V.

Bei Bedarf zum Arzt gehen und die Versicherungskarte vorlegen – das ist in vielen Teilen der Welt nicht selbstverständlich, im Gegenteil. Millionen von Menschen haben keinen oder kaum Zugang zu medizinischer Versorgung. Ärzte ohne Grenzen ist eine internationale Organisation, die in unzähligen Projekten für Menschenleben kämpft. Während Politiker darüber diskutieren, wie dafür gesorgt werden kann, dass es weniger schutzsuchende Menschen über das Mittelmeer nach Europa schaffen, kümmern sich die Ärzte der Organisation um schwer misshandelte, verletzte und traumatisierte Menschen – das ist Hilfe, die ankommt. Oder sie versorgen unterernährte Kinder im Südsudan und behandeln Cholera-Erkrankte.

Greenpeace

Die internationale Umweltorganisation Greenpeace kennt wohl jeder. Mit mutigen Aktionen und viel Hartnäckigkeit zeigen die Aktivisten immer wieder, was eine Gemeinschaft erreichen kann. Als 1995 die Ölplattform Brent Spar in der Nordsee „entsorgt“ werden sollte, protestierte eine Handvoll Menschen an Bord und zeigte der Welt, was für eine Sauerei der Ölkonzern plant. Die Plattform wurde letztendlich nicht versenkt, sondern umweltschonend an Land entsorgt. Greenpeace informiert, konfrontiert und zeigt immer wieder, dass Umweltschutz geht.

Berliner Obdachlosenhilfe e. V.

Die Berliner Obdachlosenhilfe ist für die Berlinerinnen und Berliner da, die am wenigsten haben. Das Team ist fast komplett ehrenamtlich tätig. Während die meisten von uns in ihrer Freizeit einem Hobby nachgehen, etwas mit der Familie oder Freunden unternehmen, versorgen die Freiwilligen der Obdachlosenhilfe bedürftige Menschen mit Kleidung, einer warmen Mahlzeit und Dingen des alltäglichen Bedarfs. Außerdem geben die Helfer den Menschen ein Stück Vertrauen und hören zu.

Unternehmen spenden vor allem im Dezember

Oft wird ja geunkt, dass der größte Teil der Spenden rund um Weihnachten getätigt wird, die meisten Probleme auf der Welt jedoch das ganze Jahr über bestehen. Das stimmt – laut dem Deutschen Spendenrat wurde beispielsweise im Dezember 2017 mehr als doppelt so viel gespendet wie in den Monaten Januar bis Oktober. Ich denke, wenn die Weihnachtszeit Menschen dazu bringt darüber nachzudenken, wie viel Glück sie haben und wie gut es ihnen geht, ist das doch gut. Hinzu kommt, dass vor allem Firmen zum Jahresende ihre Zahlen kennen und wissen, wie viel sie spenden können.

Warum unser Unternehmen spendet

Gesellschaftliche Verantwortung fängt im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern an. Ich freue mich immer wieder über spannende gesellschaftliche Debatten im Büro. Ich bin begeistert davon, dass einer unserer Mitarbeiter eine NGO gründet und Brunnen in Afrika bauen wird. Ich freue mich darauf, dass textbest dieses Projekt finanziell unterstützen wird. Ich bin dankbar und stolz darauf, dass unser Unternehmen dazu in der Lage ist, einen Beitrag zu leisten.

Über Engagement sollte man berichten. Denn zum einen wird statistisch gesehen mehr gespendet, wenn Kontakte über ihr Engagement berichten. Zum anderen ist es für Kunden bei der Auswahl eines Dienstleisters mitunter ein Kriterium, welche Unternehmen spenden bzw. sich gesellschaftlich engagieren.

Und jetzt?

Ich hoffe, ich habe mit diesem Beitrag mindestens eine Person zu einer guten Tat inspiriert. Noch eine konkrete Idee: Ich habe letztens einem Obdachlosen eine super leckere Stulle (das darf ich als Berlinerin schreiben) geschmiert. Die hatte ich nicht übrig, sondern habe sie extra für ihn gemacht. Ich finde, das hat Trendpotenzial. Tun Sie doch etwas für jemand anderen und erzählen Sie es Ihren Kontakten. Das könnte dann auch endlich den furchtbaren Trend des Postens von fotografiertem Essen auf Facebook und Co. ablösen.

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