Warum uns Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtig ist

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein gesellschaftliches Thema, das in regelmäßigen Abständen medienwirksam behandelt wird. Daher möchten wir uns diesem Thema subjektiv nähern und zeigen, warum wir Kindern und Karriere Beachtung schenken.

Frauen ist Vereinbarkeit von Beruf und Familie nur schwer möglich

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist Frauen oft nicht ideal möglich (Foto: © lassedesignen | Adobe Stock)

Als Agentur beschäftigen uns zahlreiche Themen und Fragen. Zum Beispiel: Wie können wir uns kontinuierlich fachlich weiterentwickeln, um unsere Leistungen effizient und passgenau auf unsere Kunden zuschneiden zu können? Das betrifft unser gesamtes Leistungsspektrum von Texten über Content-Strategien bis zu wirkungsvollem Content-Marketing und individueller Social-Media-Betreuung. Zusätzlich beschäftigen wir uns wie wohl die meisten Unternehmen auch intensiv mit Prozessoptimierung, Kundenakquise und Kundenbindung. Die Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, mit der sich viele anderen Unternehmen auseinandersetzen, stellt sich für uns allerdings nicht. Warum das so ist, lesen Sie in diesem Beitrag.

Kind und Karriere funktioniert in Deutschland nicht?

Die Diskussion um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird in Deutschland äußerst emotional geführt. Gegner und Befürworter von Gleichberechtigung und familienfreundlichen Arbeitsplätzen schreiben (oder schreien?) in regelmäßigen Zeitabständen gegeneinander an. Zusammengefasst und stark verallgemeinert ist die Situation in Deutschland so: Für Frauen ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf meist nicht optimal möglich.

Die Liste der Ursachen dafür ist lang. Unter anderem liegt es an Arbeitgebern mit fehlender Weitsicht, an ungenügenden Betreuungsangeboten oder an der mangelnden Unterstützung durch den Partner. Gerade in einem leistungsorientierten Berufsumfeld ist die Wahl zwischen Kind und Karriere eine Entscheidung, die für Frauen weitreichende Folgen mit sich bringt: Die Entscheidung für ein Kind bedeutet häufig eben auch die Entscheidung gegen eine Karriere.

Beruf und Familie bei textbest miteinander im Einklang

Bei textbest müssen wir uns diese schwierigen Fragen nicht stellen. Das liegt sicherlich zum einen an der Größe unserer Agentur, zum anderen aber auch an einer bewussten Entscheidung von Deliana und Miriam: Nicht einfach eine Agentur zu gründen, sondern eine familienfreundliche Agentur. So haben sie sich durch die Selbstständigkeit auch einen Weg zu mehr persönlicher Freiheit geschaffen – ein Weg, der übrigens immer häufiger Frauen empfohlen wird.

Die Frage nach der Vereinbarkeit von Kind und Karriere war für Deliana damals übrigens eine ganz persönliche: In der Zeit der Gründung von textbest erwartete sie ihr erstes Kind. Das war im Jahr 2012. Und allein im Jahr 2016 konnten wir uns in unserer Agentur viermal über Nachwuchs freuen. Dadurch hat sich die Gesamtzahl der Kinder aller texbesties mittlerweile auf 7 Mini-Marketer erhöht. Nimmt man noch die Kinder von Mitarbeitern hinzu, die es mittlerweile auf andere berufliche Pfade geführt hat, sind es sogar 11.

„Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss erst einmal auf Familienebene stattfinden, nur so kann sich der Gedanke gesellschaftlich etablieren, dass Kindergroßziehen auch ein Job ist (übrigens der härteste, den ich jemals machen musste). Hier ist eine selbstständige Tätigkeit extrem hilfreich, auch wenn sich das hierzulande noch nicht als Meinung etabliert hat. Natürlich ist es mit etwas mehr Anstrengung verbunden, aber es lohnt sich! Während der Gründungszeit von textbest hat zwar mein Mann 12 Monate Elternzeit genommen, ich konnte aber dennoch viel bei unserer Tochter sein, denn als Selbständige kann ich meine Arbeitszeit flexibel gestalten. Und so klappt es seit 4 Jahren auch mit dem textbest-Nachwuchs – mit möglichst flexiblen Arbeitszeiten, wenn Mitarbeiter etwa ihr Kind morgens in den Kindergarten bringen müssen. Mit Verständnis (und Bewunderung meinerseits) für alle anderen Eltern, die täglich den Job und die Kindererziehung gleichzeitig bewältigen.“ (Deliana)

 

Familienfreundlichkeit braucht kein Label

Viele Unternehmen werben heutzutage mit ihrer Familienfreundlichkeit. Das zeigt sich etwa an Arbeitgeber-Angeboten zur Kinderbetreuung und durch speziell auf Eltern ausgerichtete flexible Arbeitszeiten. Das funktioniert für die Unternehmen als Label nach außen zur Gewinnung von Mitarbeitern ganz gut und bindet Teammitglieder. Vielleicht braucht es noch viel mehr solcher Angebote, um Eltern den schwierigen Spagat zwischen Leistung im Job und Leistung als Mutter oder Vater zu erleichtern.

Bei uns funktioniert es allerdings ganz ohne Labels. Kinder sind Kinder sind Kinder. Sind sie krank, müssen sie betreut werden. Müssen sie aus der Kita abgeholt werden oder steht der Laternenumzug am späten Nachmittag an, werden die Arbeitszeiten flexibel und problemlos an die Gegebenheiten angepasst. Punkt.

Wir sind als Geschäftsführer, Mitarbeiter oder Freie innerhalb der Agentur keine anonymen Ressourcen, die sich anhand abstrakter Kennzahlen wie Krankheitsquote oder Fluktuationswahrscheinlichkeit erfassen lassen. Wir sind Menschen – mit Familie oder ohne, mit unseren Launen und unseren Stärken und Schwächen.

„Nach meiner Elternzeit wollte ich schnell zurück in den Job. Ich brauche den kreativen und mental anspruchsvolle(re)n Ausgleich zum Familienleben, damit ich mich nachmittags voll auf meine Tochter konzentrieren kann. Meine Arbeitszeit passe ich flexibel an die Betreuungszeiten an. Ist die Kita mal zu oder schließt früher, bleibe ich zu Hause und arbeite im Homeoffice. Für unser Familienleben ist diese Freiheit eine echte Bereicherung, da ich dadurch ausgeglichen und zufrieden bin.“ (Katja Kaltwaßer)



Das geht natürlich nur, wenn im Team alles klar kommuniziert wird und niemand sich benachteiligt fühlt oder benachteiligt wird. Wir sind jedenfalls in der glücklichen Situation, dass wir gemeinsam bei textbest Wert auf Kind und Karriere legen.

Wie wir davon profitieren

Letztlich profitieren wir von unserer Familienfreundlichkeit. Die Eltern unter uns wissen, dass die Familie nicht als Ballast angesehen wird – und können dadurch entspannter arbeiten. Diese Sicherheit, auch gestützt durch entsprechende Strukturen, lässt uns effektiver und fokussierter arbeiten. Und schlussendlich zahlt sich dies durch die Mitarbeiterzufriedenheit auf die Arbeitsprozesse und somit positiv auf das Wirtschaftliche aus.

Und wie ist Ihre Meinung?

Wo sehen Sie gesellschaftlichen Handlungsbedarf, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern? Und wie sehen Sie die Chancen, dass Väter sich zukünftig noch stärker engagieren und nicht bereits nach zwei Vätermonaten als Helden der Gesellschaft gefeiert werden? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

P.S. Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich in meine zehnmonatige Elternzeit. Als meine erste Elternzeit endete, begann ich vor drei Jahren bei textbest. Während der acht Monate gemeinsam mit meiner ersten Tochter damals war mir klar, dass ich bei erneuten Vaterfreuden wieder so lange Elternzeit nehmen würde. Denn diese Zeit ist mit all ihren Glücksmomenten, mit den Anstrengungen und den Entwicklungsschritten einfach unbezahlbar.
Ich wünsche allen treuen Lesern des Blogs weiterhin viel Erfolg und bis bald.

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geschrieben von: Carsten Weißmann

Carsten Weißmann

Carsten ist nicht nur Online-Redakteur bei textbest, sondern hat auch als Content-Controller stets die Zahlen im Blick. In unserem Blog schreibt er über Monitoring, Tools und andere Wege, gute Zahlen zu erreichen.

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