Voice Search und SEO: So optimieren Sie Texte für Alexa, Siri & Co

„Alexa – wie optimiere ich Texte für die Sprachsuche?“ Falls Sie Ihren digitalen Sprachassistenten gerade nicht befragen können, lesen Sie doch einfach in unserem aktuellen Blogbeitrag nach, wie Voice Search SEO funktioniert.

Voice Search: SEO-Tipps für Texte

So gestalten Sie Ihre Texte für die Voice Search: 3 SEO-Strategien (Bild: © Paolese / Adobe Stock)

Ob smarter Rasenmäher, Backofen, Wohnungstür, Wand- und Deckenleuchten oder Multiroom-Lautsprecher – es gibt mittlerweile fast kein Gerät mehr, das sich nicht mit Sprache steuern lässt. Und es halten immer mehr sprachgesteuerte Systeme Einzug in deutsche Haushalten. Die Kommunikation mit digitalen Helfern wie Microsofts Cortana, Apples Siri, Amazons Alexa oder Googles Assistant ist längst gelebter Alltag. Dementsprechend wird auch die textbasierte Browsersuche zunehmend durch die Voice Search ablöst. Laut einer Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. aus dem November 2017 schätzen vier von zehn Personen vor allem den schnellen und bequemen Zugriff auf Informationen, den die digitalen Assistenten ermöglichen. Für einen ähnlich großen Anteil ist die Suchmaschinensuche äußerst interessant.

Die Auswirkungen der Voice Search auf SEO sind daher nicht zu unterschätzen. Denn durch die Sprachsuche etabliert sich eine neue Art zu fragen, die dialogorientierter und weit mehr an die mündliche Kommunikation angelehnt ist. Um mit den eigenen Inhalten auch künftig Interessenten und Kunden zu erreichen, ist es also unabdingbar, dass die Texte bei den Antworten der Sprachassistenten berücksichtigt werden. Doch wie überzeugen Sie Siri, Alexa und Co. von Ihren Inhalten? Hier kommen 3 Tipps, mit denen Sie Ihre Texte fit für die Voice Search machen.

Voice Search SEO: Tipp #1 – Optimierung für Longtail-Suchen und Fragen

Bei der Suche via Smartphone oder Desktop-Browser füttern User die Suchmaschine in erster Linie mit einzelnen Begriffen oder knapp formulierten Keyword-Phrasen. Dementsprechend liegt der Fokus der Optimierung in vielen Unternehmen im Shorttail-Bereich. Mit der Sprachsuche ändert sich das Suchverhalten jedoch grundlegend. Denn User werfen Siri, Alexa und Co. in der Regel keine einzelnen Schlüsselwörter entgegen, sie führen vielmehr einen semantisch natürlichen Monolog. Aus Anfragen wie „Wetter Berlin“ wird „Wie wird das Wetter morgen in Berlin?“ Und auf diese längeren Suchanfragen wollen Nutzer Antworten. Content sollte künftig also noch stärker auf Longtail-Keywords optimiert werden. Hierbei handelt es sich um kurze Sätze oder Wortkombinationen aus zwei bis fünf zusammengesetzten Begriffen. Für Voice Search SEO ist es ideal, wenn Sie sich bei der Auswahl der Longtail-Suchbegriffe am natürlichen Sprachgebrauch orientieren. Darüber hinaus sollte der Fokus auf W-Fragen liegen, denn bei der Sprachsuche kommen ganz selbstverständlich ausformulierte Fragestellungen zum Einsatz. Um das volle Potenzial ausschöpfen zu können, sollten Sie die möglichen Fragen bereits in den Überschriften aufgreifen. Auch in der URL sowie in den Meta-Daten – vor allem im Title und in der Description – kann es sinnvoll sein, die entsprechenden Fragen aufzuführen.

Voice Search SEO: Tipp #2 – Inhalte, die Wissensfragen beantworten

Bei informationellen Suchanfragen am Smartphone oder Desktop wird immer häufiger eine Direct-Answer-Box angezeigt. Hierbei hebt Google ein organisches Sucherergebnis optisch hervor, um passend zur Anfrage eine direkte Antwort zu generieren.

Voice Search SEO: W-Fragen werden immer wichtiger

SERP mit Direct-Answer-Box zur Suchanfrage „Was ist Voice Search”
(Quelle: Screenshot via Google)

Werden entsprechende Anfragen in der Sprachsuche gestellt und gibt es passend dazu eine Direct-Answer-Box in den mobilen oder Desktop-SERPs, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die digitalen Sprachassistenten den Inhalt dieses Featured Snippets vorlesen. Für Voice Search SEO ist es also noch wichtiger, in seinen Texten präzise und klare Antworten auf die vom User gestellten Fragen zu liefern. Die entsprechenden Fragen können zum Beispiel als Zwischenüberschriften integriert werden und der jeweilige Absatz sollte in etwa 40 bis 50 Wörtern eine konkrete Antwort geben. Idealerweise vermeiden Sie bürokratische Formulierungen sowie Fremdwörter und setzen stattdessen auf einen verständlichen Schreibstil. Als Alternative zum Fließtext können Sie auch eine strukturierte Liste zur Verfügung stellen. Rechtschreibung und Grammatik sollten natürlich in beiden Fällen korrekt sein. Denn sowohl für den Leser als auch für Google ist dies ein wesentliches Qualitätskriterium. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Google Ihre Inhalte als geeignete Antwort für die Userfrage identifiziert und entsprechend mit einem guten Ranking belohnt.

Hinweis: Möchten Sie möglichst viele oder regelmäßig wiederkehrende Fragen Ihrer Zielgruppe und Kunden beantworten, empfiehlt sich die Einrichtung des altbewährten FAQ-Bereichs. Hier können Sie die wichtigsten Fragen sowie die dazugehörigen Antworten leicht verständlich, kurz und knapp nacheinander auflisten. Der Vorteil einer solchen Seite: Sie kann kontinuierlich erweitert werden, ist sehr übersichtlich und liefert mit präzisen Antworten auf konkrete Fragestellungen optimales Futter für die Voice-Search-Ergebnisse.

Voice Search SEO: Tipp #3 – Optimierung für lokale Suchanfragen

Die Sprachsuche erfreut sich vor allem unterwegs immer größerer Beliebtheit. Fragen wie „Wo ist der nächste Supermarkt?“, „Welches thailändische Restaurant in der Nähe ist empfehlenswert?“  oder „Welche Veranstaltungen finden in der Berliner Philharmonie statt?“ werden beim Stadtbummel nicht in die Suchmaske eingetippt, sondern dem Sprachassistenten diktiert. Neben Informationen werden unterwegs vor allem Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten oder Dienstleister gesucht und Leistungen gebucht. Damit Ihr Angebot von den digitalen Sprachassistenten als relevantestes Ergebnis identifiziert und entsprechend als Antwort ausgegeben wird, sollten Sie Ihren Eintrag bei Google My Business regelmäßig pflegen und bei Bedarf aktualisieren. Darüber hinaus ist es ratsam, das eigene Suchergebnis in den SERPs durch Zusatzinformationen aufzuwerten. Die erweiterten Snippets werden auch als Rich Snippets bezeichnet.

Voice Search SEO: Rich Snippets für die lokale Suche

Rich Snippets mit Bewertungen und Veranstaltungen zur Suchanfrage „Philharmonie Berlin“ (Quelle: Screenshot via Google)

Bewertungssterne, Preisangaben, Abbildungen, Veranstaltungen, Rezepte können helfen, damit Ihre Seite bei der Sprachsuche als Antwort ausgewählt wird. Eine Sammlung von Mark-ups und HTML-Tags, mit denen sich Rich Snippets gestalten lassen, bietet Schema.org.

Fazit: Voice Search SEO erfordert stärkeren User-Fokus

Je besser Siri, Alexa und Co. werden und je mehr Features mit den Sprachassistenten möglich sind, desto stärker dürften diese genutzt werden. Die Sprachsteuerung und -suche werden zukünftig also weiter an Bedeutung gewinnen. Dementsprechend wird auch Voice Search SEO immer wichtiger. Und das heißt: Der Fokus liegt auf ganzen Fragen statt auf einzelnen Keywords. Und Ihre Inhalte sollten diese Fragen beantworten – bei der Textoptimierung rückt der User noch stärker in den Mittelpunkt. Wenn Sie die Fragen Ihrer Zielgruppe identifizieren und präzise Lösungen bzw. Antworten anbieten, haben Sie gute Chancen, auch bei gesprochenen Suchanfragen ganz vorne mitzuspielen.
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geschrieben von: Katja Schulz

Katja Schulz

Katja verantwortet die Online-Redaktion bei textbest und hat stets den Überblick über Redaktionspläne und Distribution. In unserem Blog frönt sie ihrer Leidenschaft für SEO und verfolgt die internationalen Content-Marketing-Trends.

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