textbest für den Liebster Award nominiert

Bei Blogs lässt sich grob zwischen drei unterschiedlichen Arten unterscheiden. Da gibt es die Blogs, die wir als Blogger in ihrer Gesamtheit gar nicht erfassen, da wir lediglich via Google bei der Themenrecherche auf einzelne Beiträge gelangen. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir selbst von einem Blog-Artikel durch den gesamten Blog klicken, ist gering. Das muss nicht an der Qualität der Beiträge liegen, sondern ist meist dem Umstand geschuldet, dass wir gezielt auf der Suche nach einer ganz bestimmten Information sind – und danach eben wieder weg.

Dann gibt es die Big Player – da es immer noch a) zum guten Ton gehört, diese Blogs im Auge zu behalten, und b) die Qualität der Blog-Inhalte häufig ziemlich gut ist, werden diese Blogs regelmäßig auf der Suche nach guten Inhalten oder nach ergiebigen Blog-Themen gescannt.

Und dann gibt es noch die Blogs, für die wir uns per Newsletter oder RSS-Feed anmelden. Sie zeichnen sich durch gutes Design, durch gute Inhalte und durch eine für uns hohe Dichte an relevanten Themen aus.

UnbenanntUm den Bogen zu schließen – zu letzterer Kategorie zählt für uns auch der „Blog“ der Webseite von Zielbar. Auch im Dauerzustand reger Betriebsamkeit haben wir die Inhalte von Zielbar auf dem Schirm, wenngleich diese Gemeinschaft ja weit mehr ist als ein Blogger-Kollektiv. Daher war die Freude bei uns riesig, von Zielbar für den Liebster Award nominiert worden zu sein.

Die Regeln sind einfach: Der Nominierte beantwortet elf vom Nominierenden gestellte Fragen und nominiert im Anschluss selbst bis zu fünf Blogs oder Blogger zur Beantwortung von elf Fragen. Auf diese Weise vernetzen sich Blogs und Blogger, um selbst nicht so bekannte Seiten zu promoten oder zumindest auf sie hinzuweisen. Und wie das Leben manchmal so spielt, läuft hinter den Kulissen bei uns gegenwärtig die Vorbereitung zu einer Blogartikel-Serie. Daher sind die elf Antworten auf die Fragen von Zielbar an uns nicht nur für Leser, sondern auch für uns selbst ziemlich spannend.

Die Fragen und unsere Antworten

1. Wann und mit welchem Ziel habt ihr euren Blog gestartet?

In wenigen Wochen wird textbest drei Jahre alt, wodurch sich auch der Start des Blogs zum dritten Mal jährt. Bereits zu Beginn haben sich Deliana und Miriam als Gründerinnen dafür entschieden, unbedingt einen Blog auf die Webseite zu integrieren.

„Der Blog sollte ein Sprachrohr sein, von Anfang an zeigen, welche Themen uns beschäftigen und uns mit Kollegen vernetzen. Leider erleiden wir als Textagentur aber oft das gleiche Schicksal, das auch unsere Kunden zu uns führt – das Tagesgeschäft geht vor, und so bleibt nicht viel Zeit zum Bloggen. Aber wir bleiben dran, denn wir wissen: Es lohnt sich!“
Deliana Czech-Toschmakov, Gründerin und Geschäftsführerin textbest GmbH

2. Was war eure größte Herausforderung in der Startphase, und was habt ihr daraus gelernt?

Die größte Herausforderung war definitiv die Suche nach unserem eigenen Stil. Wer sind wir eigentlich und was wollen wir mit unseren Artikeln transportieren? Da textbest kontinuierlich wächst, sind wir mitnichten fertig mit dieser Suche. Im Kern hat jeder von uns seinen eigenen Stil beim Bloggen und für besondere Artikel tauschen wir uns gemeinsam über die Möglichkeiten und Grenzen aus. Gelernt haben wir, dass es zwar die eine oder andere Regel fürs Bloggen gibt, die wir stets im Auge behalten möchten, aber jeder von uns sich im Blog frei entfalten darf – sowohl was die Themen als auch was den Stil betrifft.

3. Woraus zieht ihr die größte Motivation für das Bloggen?

Die Motivation fürs Bloggen ist bei uns im Team eine Mischung aus persönlicher Neugierde und professioneller Themenaufbereitung. Neugierig sind wir gegenüber neuen Themen, neuen Entwicklungen und Trends oder neuen Erkenntnissen. Als Unternehmen bespielen wir ganz unterschiedliche Bereiche im Content-Marketing. Die Grenzen dessen sind jedoch nicht scharf gegenüber anderen Disziplinen gezogen, wodurch sich immer wieder Schnittmengen und Wechselwirkungen ergeben, die wir neugierig betrachten und dann versuchen, uns im Blog unseren Reim darauf zu machen. Die professionelle Themenaufbereitung ist dagegen ein multifunktionales Mittel, um unser Wissen, unsere Meinung und unsere Erfahrungen in Blog-Artikeln zu präsentieren. Und Kommentare sowie das Feedback via Social Signals motivieren uns, diesen Weg weiter zu beschreiten.

4. Bloggt ihr „aus dem Bauch heraus” oder gibt es eine Art Master-Plan für euren Blog?

Wir bloggen sowohl aus dem Bauch heraus als auch mit einem Master-Plan. Die Gründe für und Ziele von unseren jeweiligen Artikeln unterscheiden sich teilweise stark. Blog-Artikel als Kommentar oder kurzweiliges Lesestück werden meist gemäß der jeweiligen Stimmung verfasst. Für Blog-Specials oder besonders aufwendige Artikel setzen wir uns ein planvolles Vorgehen in Sachen Aufbau, Design und Promotion, um so in der Schnittmenge möglichst viele unserer gesetzten Ziele mit dem Artikel erreichen zu können.

5. Auf welche Weise promotet ihr eure Blogbeiträge, und habt ihr vor, hierbei in Zukunft noch einen Zahn zuzulegen?

Bei der Promotion unserer Blogbeiträge priorisieren wir. Von der Promotion auf ausgewählten Social-Media-Kanälen bis zum aufwendigeren Content-Seeding bei Specials ist alles dabei. Mittelfristig haben wir das Ziel, durch Prozessoptimierung ein für uns praktikables System der Promotion zu etablieren, das verständlich, nachvollziehbar und für alle Beteiligten anwendbar ist. Auf diese Weise möchten wir sämtliche „Promotion-Szenarien“ für unseren Blog abdecken und auch mit Blick auf die Zeit- und Aufwandsplanung einen Schritt nach vorn machen.

6. Kommentiert ihr regelmäßig auf anderen Blogs?

Jeder von uns kommentiert hier und da auf anderen Blogs – und manchmal werden auch Kommentare als textbest gepostet. Grundsätzlich sehen wir auch hier Optimierungsmöglichkeiten, die jedoch bisher aufgrund der aktuellen Wachstumsphase – leider – erst einmal eine niedrigere Priorität haben als das Tagesgeschäft mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen.

7. Welches war euer bislang größter Erfolg in der Blogosphäre?

Da müssen wir neben der Nominierung von Zielbar für den Liebster Award zwei weitere Blogbeiträge erwähnen. Denn Erfolg lässt sich nur ableiten, wenn definiert ist, wie die Erfolgsfaktoren aussehen. Mit Blick auf die größte Reichweite eines Blogbeitrags, der so nicht einmal ansatzweise geplant war, zählt der Artikel über die Rankingfaktoren für das Jahr 2014. Ohne nennenswerte Promotion wurde unter anderem Zielbar auf den Artikel aufmerksam – und etwa 175 Social-Signals sehen wir als großen Erfolg. In Sachen Klickzahlen ist es unser Beitrag zu den Content-Marketing-Trends für das Jahr 2015. Daneben haben wir auch weitere Blog-Artikel, die seit vielen Monaten täglich gelesen werden.

8. Welcher eurer Beiträge hätte eures Erachtens mehr Leser verdient?

Also eigentlich denkt sich jeder von uns bei dem einen oder anderen Artikel, dass ein paar Leser mehr verdient wären. Es gibt aber keinen Artikel, bei dem wir entgegen aller Erwartungen geringere Klickzahlen haben.

9. Schreibt ihr Gastbeiträge für andere Blogs?

Grundsätzlich sind wir gegenüber Gastbeiträgen offen. Den einen oder anderen Gastbeitrag haben wir bereits geschrieben – wobei sich diese Artikel immer zwischendurch ergeben haben. Unserer Meinung nach sind Gastbeiträge eine prima Gelegenheit, die eigenen Erfahrungen und das eigene Wissen woanders als im eigenen Blog zu präsentieren. Klar ist aber auch: Bei Gastbeiträgen von uns und von Gastautoren auf unserem Blog steht stets das Thema im Vordergrund. Es muss passen und sich harmonisch in das Gesamtgefüge des Blogs eingliedern.

10. Habt ihr den Eindruck, dass Blogs in Deutschland mittlerweile eine adäquate Wertschätzung erfahren?

Wir denken, dass das Standing von Blogs in Deutschland mittlerweile ziemlich gut ist. Selbstverständlich lässt sich das nicht für die gesamte Blogosphäre sagen, dazu ist sie zu vielschichtig. Es wird spannend, inwieweit sich das Bloggen weiter verändern wird. Werden Live-Video-Apps wie Meerkat oder Periscope den Anteil von Videos erhöhen, sodass das geschriebene Wort langfristig an Bedeutung verlieren wird?

Einen weiteren Trend beobachten wir in der Branche und bei unseren Kunden – hieß der Blog früher mal „Aktuelles“, später „Corporate Blog“ oder „News“, sind es die „Magazine“, die nun in die Publikationslandschaft Einzug halten. Die Abgrenzung ist unserer Meinung nach oft nicht ganz klar und sorgt manchmal für eine unterschiedliche Erwartungshaltung. Dennoch ist es ein schöner Trend, ganze Unternehmensseiten mutieren im Content-Marketing-Zeitalter zu Magazinen. Diesen Trend machen sich auch immer mehr deutsche Unternehmen zunutze, Schwarzkopf ist hier ein gutes Beispiel.

11. War es alles in allem die richtige Entscheidung, mit dem Bloggen anzufangen?

Definitiv. Denn das Wichtigste ist, dass wir durch unseren Blog wissen, dass unsere Artikel ankommen. Sei es über Klickzahlen, Social Signals oder die Kommentare. Und auf der anderen Seite sind Blogbeiträge für uns als Autoren auch stets ein wichtiges Mittel, up to date zu bleiben und immer wieder das zielgruppenorientierte Bloggen zu trainieren. Da wir optimistisch in die Zukunft schauen, sehen wir eine Menge Potenzial bei unserem Blog. Da ist es gut, mit Trial-and-Error neue Themenbereiche auszutesten, statt woanders abzukupfern.

Gern reichen wir die Fragen-Fackel weiter. Unsere Fragen – an alle Blogger und Bloggerinnen:

  1. Wann habt ihr mit dem Bloggen angefangen?
  2. Nach welchen Kriterien habt ihr euer Blogkonzept erstellt?
  3. Wie handhabt ihr eure Themenfindung?
  4. Überwacht ihr die Klickzahlen und Reichweite der Artikel? Und wenn ja, wie?
  5. Wie viel eurer Arbeitszeit fließt in das Bloggen ein?
  6. Habt ihr für das Seeding eurer Beiträge einen bewährten Plan?
  7. Wie häufig schaut ihr auf anderen Blogs vorbei?
  8. Welche Blog-Themenbereiche interessieren euch besonders?
  9. Habt ihr das Gefühl, dass die Mehrheit der Blogs, die ihr kennt oder gesehen habt, mit Liebe und Einsatz gepflegt werden?
  10. Was stellt euch beim Bloggen immer noch vor Herausforderungen?
  11. Wie seht ihr die Zukunftsaussichten der Blogs in Deutschland?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von insgesamt 5)

 

geschrieben von: Carsten Weißmann

Carsten Weißmann

Carsten ist nicht nur Online-Redakteur bei textbest, sondern hat auch als Content-Controller stets die Zahlen im Blick. In unserem Blog schreibt er über Monitoring, Tools und andere Wege, gute Zahlen zu erreichen.

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