Sag’s mit Bildern! Wie Fotografien Webseiten voranbringen

Webseiten leben von Bildmaterial. Webseitenbetreiber sollten daher der Fotografie einen entsprechenden Stellenwert einräumen. Doch wie präsentiert man sich bildlich am besten? Und welche Bilder bleiben wirklich hängen? Wir verraten Ihnen, was gute Fotografie für Webseiten ausmacht.

Worauf achten Sie als erstes, wenn Sie eine Unternehmensseite aufrufen? Lesen Sie zuerst den unendlich langen Startseitentext? Gucken Sie zuerst, wie der Geschäftsführer heißt? Oder fällt Ihr Blick als erstes auf das Bild, das über dem Text platziert ist? Natürlich werden Sie zuerst das Bild ansehen. Und dieser erste Blick entscheidet meist schon darüber, ob Ihnen das Unternehmen sympathisch ist oder nicht. Im besten Fall ist dieses Bild wie eine Einladung, auch den Rest der Webseite zu entdecken. Bei der Auswahl der verwendeten Bilder sollten Webseitenbetreiber demnach höchste Sorgfalt walten lassen. Mit der optimalen Gestaltung von Bildern beschäftigt sich die Unternehmens-Fotografie. Webseiten, aber auch Blogs, der Facebook-Auftritt und Druckerzeugnisse leben von visuellen Inhalten.

Gute Fotografie, schlechte Fotografie? Homepages wirken durch visuelle Inhalte

Wir sind verwöhnt durch unsere tägliche Überdosis an medialen Inhalten. Worte verlieren an Bedeutung und werden zunehmend durch Bilder ersetzt. Facebook, Instagram, Smileys bei Whatsapp – überall werden Bilder verwendet, um Botschaften zu transportieren. Dies gelingt mal gut, mal weniger gut. Aber um aus der Masse der visuellen Flut herauszustechen, bedarf es besonders ansprechender Fotos. Der Schlüssel zum Erfolg sind Emotionen bei der Fotografie! Websites, die ein Bild an zentraler Stelle präsentieren, wecken Emotionen. Diese sollten natürlich zum Unternehmen passen, um authentisch zu bleiben.

Keine zweite Chance für den ersten Eindruck

Ein Beispiel dazu: Sie wollen einen Skiurlaub buchen. Dazu suchen Sie bei Google nach Anbietern, die Ski-Reisen anbieten, und öffnen die ersten fünf Ergebnisse.

Fotografien auf einer Webseite: Sie sollten immer gezielt eingesetzt werden. (Foto: © Andreas Haertle - Fotolia.com)

Fotografien auf einer Webseite: Sie sollten immer gezielt eingesetzt werden. (Foto: © Andreas Haertle – Fotolia.com)

Auf der ersten Seite sehen Sie einen jungen, dynamischen Skifahrer vor einem strahlend blauen Himmel, die Sonne scheint. Der Skifahrer steht bereit zur Abfahrt am Hang und wirkt voller Vorfreude, im Hintergrund sieht man gut ausgeleuchtet schneebedeckte Hänge. Dieses Bild wirkt noch nach, während Sie auf den nächsten Link klicken. Hier sehen Sie halbnackte Strandnixen, die unter Palmen liegen und Cocktails trinken. Da das Bild überhaupt nicht zu Ihrer Suche passt, machen Sie die Seite gleich wieder zu. Die dritte Seite zeigt eine Gruppe Skifahrer, die auf einer überfüllten Piste unterwegs sind. Der Himmel ist grau, der Schnee ist abgefahren und dreckig. Diese Seite klicken Sie nicht sofort weg, aber auch hier bleiben die positiven Emotionen auf der Strecke. Auf Seite vier sehen Sie eine unberührte, menschenleere Piste mit Neuschnee und einer Seilbahn am Rand. Das spricht Sie zwar an, dennoch klicken Sie erstmal weiter zum fünften Link. Die fünfte Seite zeigt einen Herrn mit Schnurrbart, der zwischen zwei aufrecht stehenden Skiern steht und selbstgefällig in die Kamera grinst – erst die Bildunterschrift verrät uns, dass es sich um einen Hotelmanager handelt. Auch hier klicken Sie sicher schnell wieder weg.

Wir wollen uns identifizieren können

Die Gründe dafür liegen teilweise auf der Hand, anderes ist subtiler. Es gilt also einiges zu beachten bei der Business-Fotografie. Die Website des Urlaubsanbieters sollte den Betrachter dazu verleiten, seinem Unternehmen zu vertrauen. Natürlich ist das erklärte Ziel eines jeden Skibegeisterten, bei bestem Wetter sportlich-cool eine Piste zu bewältigen, während im Hintergrund weitere Berge darauf warten, erklommen und befahren zu werden. Niemand will im Ski-Urlaub an Strandpartys denken und das schlechte Wetter des dritten Fotos wirkt ebenfalls abschreckend. Bei der vierten Seite ist es weniger offensichtlich: Wir reagieren auf Bilder von Menschen stärker als auf solche ohne abgebildete Personen! Ist ein Mensch auf einem Bild abgebildet, können wir uns damit besser identifizieren. Und wieso hat der Hotelmanager nicht gepunktet? Als Betrachter einer Webseite stehen unsere eigenen Belange im Vordergrund. Wir wollen nicht sehen, ob der Hotelmanager stolz ist auf sein Urlaubsangebot, sondern wollen gleich sehen, welchen Nutzen das Produkt für uns haben kann.

Was sollten Fotografien auf Webseiten leisten?

  • positive Emotionen wecken, die zum Thema passen
  • Betrachter müssen sich mit dem Inhalt des Bildes identifizieren können
  • abgelichtete Personen erhöhen den Identifikationsfaktor
  • Fotos müssen das Image des Unternehmens widerspiegeln
  • Fotos sollten authentisch wirken

Business-Fotografie: Homepage ins rechte Licht rücken

Unternehmen durch Fotografien optimal präsentieren.

Unternehmen durch Fotografien optimal präsentieren.

Fotografie, die sich auf Unternehmen und bildliche Untermalung von Webseiten konzentriert, ist also ein komplexes Thema. Gerade deswegen ist es unerlässlich, für die Präsentation des eigenen Unternehmens auf professionelle Fotos zu setzen. Ein renommiertes, seriöses Unternehmen, das die Führungsriege mit Handy-Selfies darstellt, wirkt nicht authentisch. Ein trendiger Szene-Friseur hingegen, der seine Mitarbeiter in Business-Outfits mit professionellen schwarz-weiß High Keys präsentiert, wird ebenfalls Probleme mit seiner Zielgruppe bekommen. Wer einen hohen Qualitätsanspruch hat, sollte dies auch durch die Fotografien auf der Webseite transportieren. Das Bildmaterial muss auf das Unternehmen abgestimmt sein. Ein guter Fotograf befasst sich vorab mit der Firmenphilosophie und macht dem Auftraggeber Vorschläge, wie sein Image am besten bildlich festgehalten werden kann.

Fotografien können Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Fotografien können Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Der rote Faden, der im Gedächtnis bleibt

Doch Fotografie für Webseiten umfasst nicht nur die Abbildung von Persönlichkeiten aus dem Unternehmen. Auch die Darstellung von Arbeitsabläufen, besonderen Materialien oder eindrucksvollen Maschinen sowie die Produktfotografie sind wichtige Aspekte der Unternehmens-Fotografie. Websites leben von einem gesunden Mix aus Bildern, die das Unternehmen in verschiedenen Bereichen repräsentieren. Ein roter Faden, der sich dabei durch alle relevanten Bilder zieht, steigert den Wiedererkennungswert und bleibt besser im Gedächtnis. Je nach der Branche können auch Bilder aus dem Umfeld des Unternehmens gezeigt werden. Dies kann eine externe Logistikabteilung sein, oder aber eine Aufnahme aus der Nachbarschaft des Unternehmens. Dabei sollte ruhig etwas mehr Zeit und Geld investiert werden, um wirklich gute und aussagekräftige Fotografien für die Webseite zu bekommen. Ist erstmal ein Grundstock an Fotos vorhanden, die vielseitig einsetzbar sind, halten sich die Kosten für spätere Fotoshootings, beispielsweise um neue Führungspersönlichkeiten in die Website zu integrieren, in Grenzen. Im Idealfall wird für ein Anschlussshooting der gleiche Fotograf beauftragt, damit die Bilder sich problemlos in das bestehende Fotokonzept integrieren lassen.

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geschrieben von: Katja Kaltwaßer

Katja Kaltwaßer

Katja bringt als Online-Redakteurin die schwierigsten Longtail-Keywords mühelos in einem Text unter – inklusive intensiver Recherchearbeit. Für unseren Blog beleuchtet sie die unterschiedlichen Content-Formate.

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