Panda 4.1 – Google mit neuem Update

Google rollt wieder ein Panda-Update aus. Was bedeutet dies für die Suchanfragen? Und wird sich dadurch alles oder eher wenig ändern?

Der Panda hat noch Hunger: Was ist neu im Algorithmus-Land?

Und täglich grüßt das Murmeltier – oder eben der Panda. Dass Google weiterhin fleißig an seinem Algorithmus feilt und nunmehr ein weiteres Update für Panda ausrollt, verwundert nicht. Da es sich bei diesem Update nur um kleinere Anpassungen handelt, wird es branchenintern bereits als Panda 4.1 bezeichnet. Der Rollout hat wohl bereits in der letzten Woche begonnen. Allerdings rechnet die Branche damit, dass erst Ende dieser Woche das Update global überall angekommen sein wird, da es sich um ein eher langsames Rollout handelt.

Panda 4.1

„Giant Panda eating Bamboo“ by Manyman – Own work. Licensed under Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 via Wikimedia Commons – CC BY-SA 3.0

Wie Pierre Far – seines Zeichens Mitarbeiter von Google UK – auf seinem Profil bei Google+ postete, richtet sich das Update gegen Content von niedriger Qualität. Anhand von Feedback, das von Nutzern und Webmastern stammt, hat Google neue Signale identifiziert. Diese Signale helfen dabei, schlechten Content zu erkennen. Im Ergebnis verspricht sich Google eine größere Vielfalt kleiner und mittlerer Seiten im oberen Bereich der Suchergebnisse. Wichtig für die Branche: Pierre Far geht davon aus, dass je nach Region etwa zwischen drei und fünf Prozent der Suchanfragen vom Panda-Update betroffen sein werden.

Was dies letztlich für Seiten und Seitenbetreiber bedeutet, lässt sich noch nicht erahnen. Für eindeutige Antworten muss Panda 4.1 erst einmal greifen und die Auswirkungen auf die Suchergebnisse müssen untersucht werden.

Previously on Panda

Da Updates und Anpassungen von Google stets so spannend sind wie eine Folge von „The Walking Dead“, gibt es an dieser Stelle kurz ein „Was bei Panda bisher geschah“:

Google Panda wurde im Februar 2011 veröffentlicht. Von Beginn an sollte der Algorithmus minderwertigen Content erkennen und abstrafen. Der Panda der ersten Generation, Panda 1.0 sozusagen, betraf etwa zwölf Prozent aller Suchanfragen. Seither ist Panda etwa 27 Mal überarbeitet worden und seit Mitte 2013 in den normalen Indexierungsprozess integriert. Google Panda ist neben Google Penguin und Google Hummingbird das wichtigste Update des Google-Algorithmus. Wie genau Panda funktioniert, lässt sich im Detail nicht nachvollziehen. In diesem Ausmaß lässt sich Google dann doch nicht in die Karten schauen. Aber grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass folgende Merkmale zu einer Abstrafung in den Suchergebnissen führen können:

  • kaum eigener (Unique) Content
  • wenige oder keine hochwertigen Backlinks
  • sehr geringe Verweildauer der Seitenbesucher
  • ein hoher Prozentsatz an Duplicate Content
  • eine hohe Absprungrate
  • viele gleiche Texte oder Links auf jeder Seite
  • irrelevante Werbung
  • Inhalt der Seite und der Seitentitel stimmen nicht mit der Suchanfrage überein
  • überdurchschnittlich häufige Verwendung eines Wortes auf einer Seite

Panda 4.1 wird wahrscheinlich kaum erkennbare Folgen haben – außer für Seiten mit minderwertigem Content. Und somit ist eigentlich alles, wie es war. Und es bleibt abzuwarten, wann Google ein umfangreiches Update ausrollt und es wieder heißt … Next time on Panda: Minderwertiger Content erneut abgestraft.

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geschrieben von: Carsten Weißmann

Carsten Weißmann

Carsten ist nicht nur Online-Redakteur bei textbest, sondern hat auch als Content-Controller stets die Zahlen im Blick. In unserem Blog schreibt er über Monitoring, Tools und andere Wege, gute Zahlen zu erreichen.

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