Mind-Maps als Content-Format nutzen

Icon Content-Format Mind MapsMind-Maps sind unbestritten das Hilfsmittel, um Gedanken präzise und kreativ zu visualisieren. Eine Mind-Map eignet sich nicht nur für Einzelne oder interne Teammeetings, sondern gleichermaßen als Content-Format.

Mind Map als Content-Format

Die Idee der Mind-Map stammt vom britischen Psychologen Tony Buzan. Seit den 1970er Jahren beschäftigte sich dieser mit Mind-Maps als Arbeitsmittel und 1997 erschien sein vielbeachtetes Mind-Map-Buch. Als kognitive Technik lassen sich mit Mind-Maps komplexe Themengebiete dank der visuellen Darstellung erschließen – sie helfen auch bei der Planung oder als effektives Instrument für Mitschriften bei Meetings oder fürs Lernen. Das Mind-Mapping – also der Prozess der Erstellung – erfolgt nach bestimmten Regeln und Prinzipien.

Mind-Maps lassen sich individuell für Einzelpersonen und auch in Teams für Unternehmens-Projekte nutzen. Der Schritt, aus diesen Visualisierungen ein ansprechendes Content-Format für Publikationen zu machen, ist gar nicht so groß. Denn grundsätzlich dienen die Gedankenkarten, wie sie etwas ungelenk auf Deutsch heißen, der Darstellung eines Sachverhalts oder Themengebiets. Somit lassen sich Mind-Maps problemlos als Grafik in einem Text, White Paper oder für einen Social-Media-Post verwenden.

Für welche Zielgruppe eignen sich Mind-Maps?

Jede Form von öffentlichen Inhalten auf Webseiten oder in Netzwerken sowie in Social-Media-Kanälen sind Content. Mit Blick auf diese Inhalte sollte stets klar sein, für welche Zielgruppe der Content erstellt wird und was damit erreicht werden soll. Mind-Maps sind an kein Thema gebunden und dementsprechend sehr vielseitig einsetzbar. Die visuelle Darstellung von Sachverhalten oder einem Themengebiet lässt sich sowohl bunt, kreativ und anziehend als auch reduziert, schnörkellos und clean realisieren. Ganz allgemein lässt sich somit für die Mind-Map festhalten, dass sie prinzipiell für jede Person interessant sein kann. Als auffallender Post auf Facebook, als visuelles Element eines White Papers oder für eine Pinnwand auf Pinterest.

Ob eine Mind-Map zur Zielgruppe meines Unternehmens passt, lässt sich nur durch eine Analyse herausfinden. Im Idealfall existiert bereits ein effizientes System in Sachen Content, das die Planung, die Erstellung, das Seeding und das Controlling von Content effektiv gestaltet. Auf Grundlage der Daten und Erkenntnisse über die Wirkung, Reichweite und den Nutzen von Inhalten lässt sich schnell erkennen, ob Mind-Maps grundsätzlich infrage kommen oder eher nicht. Denn wie für jedes Content-Format gilt auch für die Gedankenkarten die Kosten-Nutzen-Rechnung. Natürlich könnte aus dem Bauch heraus eine Mind-Map erstellt oder beauftragt werden. Die Erstellung ist allerdings mit Kosten verbunden, die sich mit Blick auf das Ziel der Mind-Map in einer vorher definierten Form rentieren sollte. Es wäre ärgerlich, wenn sich hinterher herausstellt, dass die Kernzielgruppe des Unternehmens absolut nichts mit Mind-Maps anfangen kann. Noch ärgerlicher wäre dies, da im Vorfeld durch Analyse und Planung die Wahrscheinlichkeit derartiger Misserfolge zwar nicht völlig ausgeschlossen, aber deutlich reduziert werden können.

Im Idealfall kennen Sie ihre Kunden oder Zielgruppe. Versuchen Sie es doch einfach mal. Nehmen Sie sich ein Stück Papier und einen Stift. Und fangen Sie an, ein für Ihre Zielgruppe relevantes Thema als Mind-Map zu skizzieren.

Was ist bei Mind-Maps zu beachten?

Damit Mind-Maps für den Eigengebrauch oder als Content-Format funktionieren, müssen unterschiedliche Regeln eingehalten werden. Einerseits handelt es sich hierbei um grundsätzliche Aspekte bei der Herangehensweise an die Gedankenkarten, andererseits um formale Punkte.

  • Benennen Sie das zentrale Thema idealerweise mit einem Kernbegriff.
  • Sammeln Sie alle relevanten Schlüsselwörter zum Kernbegriff.
  • Sortieren Sie die Schlüsselwörter hierarchisch in Ober- und Unterbegriffe.
  • Gehen Sie die Begriffe immer wieder durch, bis die Begriffssammlung zum Kernbegriff vollständig ist.

Auf diese Weise lässt sich unkompliziert eine Mind-Map inhaltlich bestimmen und strukturieren. Im nächsten Schritt gilt es, die oben genannten Schritte mit dem Wesen der Mind-Map zu verbinden. Eine mögliche Herangehensweise ist die folgende:

  • Positionieren Sie Ihren Kernbegriff in der Mitte eines Blatt Papiers. Bilder oder Skizzen erhöhen die Verständlichkeit enorm. Daher sollten Sie wenn möglich den Kernbegriff mit einer aussagekräftigen Visualisierung verbinden.
  • Schreiben Sie die Oberbegriffe um den Kernbegriff herum.
  • Verbinden Sie den Kernbegriff mit den Oberbegriffen durch Linien.
  • Benennen Sie die Linien mit griffigen Bezeichnungen, um die Verbindung der Oberbegriffe mit dem Kernbegriff zu verdeutlichen.
  • Verbinden Sie weitere Unterbegriffe durch Linien mit dem jeweiligen Oberbegriff.

Nun haben Sie grundsätzlich die Mind-Map erstellt. Damit diese für Sie selbst und die Zielgruppe noch verständlicher wird, lässt sich mit zwei kleinen Kniffen ihre Visualisierungskraft erhöhen.

  • Farbige Linien und farbige Schrift können Sinneinheiten optisch hervorheben und das Verständnis erleichtern.
  • Symbole, Bilder und Skizzen können Worte ersetzen und sind häufig leichter zu verstehen als reiner Text.

Die Kunst ist es, die Mind-Map ansprechend zu gestalten, ohne dabei ein konfuses, buntes und unverständliches Etwas zu kreieren. Eine Gedankenkarte ist ein anspruchsvolleres Content-Format, weil der Betrachter der Darstellung folgen und das Thema verstehen können muss. Mit etwas Übung und nach dem Trial-and-Error-Prinzip lassen sich interessante und ansprechende Mind-Maps erstellen, die online immer noch etwas exotisch sind und daher gute Chancen bieten, der Zielgruppe etwas Neues zu präsentieren.

Tools für Mind-Maps

Das Angebot an Tools für Mind-Maps ist immens. Von kostenfreien Lösungen bis zu iMindMap (dem Bentley unter den Tools – zumindest mit Blick auf die Kosten) lässt sich eine Software für die Visualisierung wählen. Wenn die Mind-Map allerdings als Content-Format für Social-Media-Kanäle oder White Paper genutzt werden soll, finde ich persönlich die meisten Softwarelösungen in Sachen Grafik nicht geeignet oder zu teuer. Zehn Tools für die Erstellung von Mind-Maps wurden in einem Artikel ausführlich vorgestellt.

Letztlich sind diese Helferlein für den persönlichen oder hausinternen Gebrauch gedacht. Für die reine Erstellung einer Mind-Map sind sie ideal. Aber wenn die Möglichkeit besteht, sollte sich ein Grafiker der Mind-Map widmen. Dieser sollte ohne allzu großen Kostenaufwand eine moderne sowie die Zielgruppe ansprechende Mind-Map erstellen können. Und mit der richtigen Planung lassen sich eventuell bereits mehrere Mind-Maps für eine Reihe des Content-Formats beauftragen.

Fazit zu Mind-Maps

_FazitcatMind-Maps sind ein klasse Hilfsmittel, um kreativ zu sein. Unternehmen und Blogger haben die Möglichkeit, sie auf Webseiten und Blogs gezielt einzusetzen. Die Mind-Maps sind thematisch nicht eingeschränkt und können als Grafik der Markenbildung dienen und sich über Social Sharing als Rankingfaktor positiv auf die eigenen Kennzahlen auswirken.

 

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geschrieben von: Carsten Weißmann

Carsten Weißmann

Carsten ist nicht nur Online-Redakteur bei textbest, sondern hat auch als Content-Controller stets die Zahlen im Blick. In unserem Blog schreibt er über Monitoring, Tools und andere Wege, gute Zahlen zu erreichen.

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