Keyword-Planer: Alternativen zur Suchbegriff-Recherche

Mit dem Google Keyword-Planer lässt sich herausfinden, welche Schlüsselwörter zu einem Webtext passen und wie oft diese gesucht werden. Doch kürzlich gab es eine Änderung: Die genauen Daten stehen nur noch zahlenden Kunden zur Verfügung. Wir testen 2 Alternativen.

Wir testen zwei Keyword-Planer-Alternativen

Wer nach passenden Schlüsselwörtern sucht, kommt mit dem Keyword-Planer momentan nicht weiter. (Grafik: © Sensay | Adobe Stock)

Für Betreiber von Onlineshops, SEO-Strategen und Online-Texter ist der Keyword-Planer aus Google AdWords ein sehr nützliches Werkzeug. Das Tool zeigt an, wie oft ein bestimmter Begriff in der Google-Websuche eingegeben wird. Außerdem gibt das Programm weitere thematisch passende Schlüsselwörter aus – eine ausgezeichnete Quelle also, um Keywords für die Suchmaschinenoptimierung zu finden. So lassen sich Webseitentexte im Sinne des Inbound-Marketings genau auf die Begriffe abstimmen, nach denen Internetnutzer auch wirklich suchen.

Screenshot Keyword-Planer

Der Keyword-Planer gibt für das Suchvolumen nur noch Spannen aus. (Screenshot via Google AdWords)

Die wichtigste Kennzahl aus dem Keyword-Planer ist die Angabe der durchschnittlichen Suchanfragen pro Monat – sprich das Suchvolumen. Mit diesem lässt sich abwägen, für welches Keyword die Text-Optimierung am vielversprechendsten ist. So ergibt es wesentlich mehr Sinn, einen Text auf ein Schlüsselwort mit einem Suchvolumen von 1.000 zu optimieren, als einen vergleichbaren Begriff mit 100 monatlichen Suchanfragen zu wählen. Genau hier liegt seit Kurzem aber ein Problem: Die exakten Werte stellt der Keyword-Planer seit dem Sommer nur noch zahlenden AdWords-Kunden zur Verfügung. Wer keine eigene AdWords-Werbekampagne startet, erhält nur noch ungenaue Angaben.

Natürlich ist der Google Keyword-Planer immer noch ein sehr wertvolles Werkzeug. Er ist immer noch hervorragend dafür geeignet, Keyword-Ideen zu finden und mindestens eine grobe Vorstellung über die Suchanfragen zu erhalten. Wer es aber genau wissen will, muss sich nach Alternativen umschauen.

Welche Keyword-Planer-Alternativen gibt es?

Don’t blame Google! So unangenehm die Folgen des Keyword-Planer-Updates in der Praxis sein mögen, ist der Schritt aus Sicht des Suchmaschinenbetreibers doch nachvollziehbar. Schließlich war der Keyword-Planer nie für die Optimierung von Webseiten gedacht. Das Tool dient eigentlich dazu, passende Schlüsselwörter für eigene Google-Werbeanzeigen zu finden. Was Google mit dem Update bezweckt, scheint klar zu sein: Mehr User für kostenpflichtige AdWords-Kampagnen gewinnen. Denn in der kostenfreien Version ist der Planer nicht mehr für die professionelle Keyword-Recherche geeignet. Allerdings möchte auch nicht jeder eine AdWords-Kampagne starten, um auf die genauen Daten zugreifen zu können. Wir haben uns die Vor- und Nachteile von kostenpflichtigen Angeboten sowie Gratis-Tools genauer angeschaut. Zunächst die Online-Suite XOVI als Beispiel einer kostenpflichtigen Lösung:

Keyword-Recherche mit XOVI

Wer XOVI nutzt, hat Glück: Die Online-Marketing-Suite bringt von Hause aus ein umfangreiches Keyword-Modul mit. Neben vielen weiteren Funktionen verfügt das Programm ebenfalls über ein eigenes Recherche-Tool. XOVI gibt hier neben Keyword-Ideen auch die genauen Daten zum Suchvolumen aus:

Screenshot aus XOVI

XOVI zeigt konkrete Suchvolumina an. (Screenshot via XOVI)

Praktisch: Ob eine Website bereits zu einem bestimmten Keyword rankt, kann direkt per Live-Check überprüft werden. So lassen sich schnell Keyword-Ideen ermitteln, mit denen eine Website noch nicht in der Google-Trefferliste auftaucht. Einen Wermutstropfen gibt es trotzdem: Bei XOVI handelt es sich um ein kostenpflichtiges Programm. So muss jeder selbst abwägen, ob allein die Keyword-Funktion ein monatliches Abo wert ist. Andererseits bekommt der Kunde mit XOVI oder vergleichbaren Online-Suiten ein sehr umfangreiches Werkzeug mit Ranking-Auswertung, OnPage-Analysen und vielem mehr.

Was bieten kostenlose Alternativen für Keyword-Ideen?

Neben kostenpflichtigen Lösungen stehen auch einige kostenfreie Alternativen zum Keyword-Planer zur Verfügung. Davon profitieren insbesondere Blogger und Privatpersonen, die sich eine Online-Suite oder eine längerfristige AdWords-Kampagne nicht leisten können. Leider können so gut wie alle kostenlosen Tools nicht mit dem Funktionsumfang des Google Keyword-Planers mithalten. So sind nur sehr wenige Suchanfragen pro Tag möglich, es gibt keine deutschsprachigen Ergebnisse oder Longtail-Keywords, keine exakten Angaben zum Suchvolumen oder keine weiteren Keyword-Ideen.

Interessantes Beispiel: Das Keyword-Recherche Tool

Eine kostenlose Alternative zum Keyword-Planer, die einen vergleichbaren Funktionsumfang mit unbegrenzten Keyword-Anfragen bietet, haben wir nicht gefunden. Spannend fanden wir jedoch das Keyword-Recherche Tool von keyword-tools.org:

Das kostenlose keyword-Recherche Tool

Das kostenlose Keyword-Recherche Tool (Screenshot via keyword-tools.org)

Das Werkzeug befindet sich zurzeit noch in der Beta-Phase, bietet jedoch einen hervorragenden Funktionsumfang. Es ist möglich, mehrfach nach Keywords zu suchen. Außerdem wird neben der Angabe des Suchvolumens eine Liste mit ähnlichen und brauchbaren Keywords ausgegeben. Leider ist die Anzahl der täglichen Abfragen begrenzt. Zudem muss jede Anfrage mit einem Captcha-Code bestätigt werden. Für die professionelle Recherche ist auch dieses Tool sicherlich nicht ausreichend. Wer aber nur ein paar Anfragen am Tag durchführen möchte, ist mit dem Keyword-Recherche Tool sehr gut bedient.

Fazit

Alternativen zum Keyword-Planer gibt es einige. Allerdings können ihn nur die kostenpflichtigen Angebote wie größere Online-Suiten wirklich ersetzen. Lohnenswert sind diese allerdings nur dann, wenn mehr als die Keyword-Funktion genutzt wird. Schließlich lassen sich für die monatlichen Kosten einer Online-Marketing-Suite genauso mehrere AdWords-Kampagnen starten, um wieder auf die genauen Suchvolumen-Daten zugreifen. Etwas günstiger als eine große Online-Suite sind übrigens reine Keyword-Tools wie zum Beispiel der KWFinder. Ob sich die Investition in ein reines Keyword-Tool jedoch lohnt, muss jeder für sich selbst abwägen. Für Privatpersonen und Blogger mit schmalem Budget stellt sich die Lage wie folgt dar: Es gibt unseres Wissens nach keine kostenlose Lösung, die den Keyword-Planer vollständig ersetzen könnte. Wer kostenfrei nach Schlüsselwörtern und passenden Keyword-Ideen suchen will, muss sich nun mit einer begrenzten Zahl von Abfragen begnügen. Für die professionelle Keyword-Recherche reicht dies zwar nicht, für die meisten Privatpersonen aber schon.
 


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geschrieben von: Sascha Kühn

Sascha Kühn

Sascha ist nicht nur Grafiker bei textbest, sondern auch Redakteur und Content-Controller. Für unseren Blog schreibt er über neue Tools, gestalterische Themen und das optimale Zusammenspiel von Text und Bild.

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