Content für Onlineshops Teil 3: Das gehört in einen Kategorietext

Kategorietexte sind unverzichtbare Bestandteile von Onlineshops. Denn die Sortimentsbeschreibung ist nicht nur für Suchmaschinen interessant – sie verschafft dem Shopbesucher einen Überblick und hilft ihm bei der Auswahl des richtigen Produktes. Doch was gehört zu einem informativen, verkaufsstarken Kategorietext?

Ein Kategorietext ersetzt das Verkaufsgespräch im Ladengeschäft.

Ein informativer Kategorietext hilft Kunden bei der Wahl des richtigen Produktes. (Foto: © Viacheslav Iakobchuk | Adobe Stock)

Im Internet wartet die Konkurrenz immer nur einen Klick weit entfernt – deswegen ist guter Content für Onlineshops ein Muss. Informative Produkt- und Kategorietexte ersetzen das Verkaufsgespräch, tragen zu einem gelungenen Einkaufserlebnis bei und sorgen dafür, dass Shopbesucher zu wiederkehrenden Kunden werden. Was gute Produkttexte ausmacht, haben Sie im letzten Teil unserer Blogserie erfahren. Warum Ihr Onlineshop auch von Kategorietexten profitiert und welche Dos und Don’ts beim Schreiben zu beachten sind, lesen Sie in diesem Blogbeitrag.

Diese Fragen sollte ein Kategorietext beantworten

Während Produkttexte spezifische Artikel detailliert vorstellen, geht es in einem Kategorietext darum, eine ganze Produktgruppe zu beschreiben. Hier zeigen Sie zum Beispiel auf, dass Sie Funkwecker in Ihrem Sortiment haben, was einen Funkwecker grundsätzlich ausmacht und worauf bei Kauf zu achten ist. Die Eigenschaften und Funktionen eines speziellen Funkwecker-Modells stellen Sie dann in der jeweiligen Produktbeschreibung ausführlich vor. Zeigen Sie im Kategorietext nicht die ganze Bandbreite Ihres umfangreichen Produktkatalogs im Einzelnen auf. Vielmehr sollten Sie Kunden bei der Wahl des richtigen Produkts unterstützen und mögliche Fragen beantworten. Überlegen Sie sich also vor dem Schreiben zuerst, welche Informationen Ihre Zielgruppe benötigen könnte und welche Erwartungen sie mitbringt.

Wichtig ist, dass ein Kategorietext dem Leser tatsächlich nützliche Informationen bietet: Das können Produktvergleiche, konkrete Anwendungsbeispiele oder praktische Tipps sein. Verkaufen Sie beispielweise Kopfhörer, können Sie in Ihrem Text erläutern, wie sich die Klangqualität von gepolsterten Hörer-Muscheln gegenüber In-Ear-Kopfhörern unterscheidet. Wo liegen die Vorteile bei kabellosen und kabelgebundenen Kopfhörern? Für welche Alltagssituation eignet sich welche Bauart am besten? Sicherlich fallen Ihnen noch viele weitere Fragen ein – schließlich kennen Sie die von Ihnen angebotenen Produkte und die typischen Fragen Ihrer Kunden am besten. Haben Sie einmal keine Ideen, können Frage-Tools ein hilfreiches Instrument sein. Besonders aufschlussreiche Ergebnisse liefert beispielsweise die Plattform Answer The Public, die konkrete Fragen zu einem Produkt aus dem Netz automatisiert sammelt und übersichtlich in einer Grafik visualisiert.

Wie lang sollte ein Kategorietext sein?

Die Länge eines Kategorietextes hängt vor allem von zwei Fragen ab: Wo soll der Text platziert werden und wie erklärungsbedürftig ist die Produktgruppe? Oft finden sich Kategorietexte seitlich vom Produktkatalog oder darunter. Soll der Text oberhalb stehen, empfiehlt sich ein kürzerer Text, da sonst die Produktauflistung erst nach langem Scrollen sichtbar wäre. Eine elegante Lösung hierfür sind ausklappbare Texte, die sich per Layer oder Plug-in erzeugen lassen. So können Sie Ihren Kunden einen knackigen Teaser anbieten. Und wenn sie mehr erfahren möchten, klicken sie auf den „Mehr lesen“-Button und erhalten weitere Informationen in einem längeren Text. Im Durchschnitt liegt der Umfang von Kategorietexten bei 500 bis 800 Wörtern. Ein Text kann jedoch auch etwas kürzer oder länger ausfallen – je nachdem wie erklärungsbedürftig die entsprechende Produktgruppe ist. Beschreiben Sie das Sortiment vorzugsweise kurz und prägnant – so kann Ihr Leser den Inhalt schneller erfassen, die richtige Wahl treffen und wird zum wiederkehrenden Kunden.

Kategorietexte als Ranking-Faktor für Onlineshops

In vielen Onlineshops werden Sie immer noch Kategorietexte entdecken, die ausschließlich aus Rankinggründen und für die Suchmaschine geschrieben worden sind – häufig enthalten sie lange und lieblose Aneinanderreihungen von Keywords und die Sortimentsbeschreibung reicht meistens nicht über alltägliche Informationen hinaus. Diese sollten Sie sich nicht als Vorbild nehmen. Denn keine Frage, natürlich müssen Kategorietexte alle wichtigen Keywords enthalten, um möglichst viele Besucher auf die Seiten Ihres Onlineshops zu locken. Aber schlecht geschriebene SEO-Texte ohne wirklichen Mehrwert sind kein Qualitätsmerkmal für Ihren Shop. Meistens wirken derartige Keywordwüsten auf Shopbesucher sogar abschreckend. Und nicht nur das: Durch das Keyword-Spamming riskieren diese Onlineshops, von Google, Bing und Co. abgestraft zu werden.

Früher war eine hohe Keyworddichte der leichte Weg zum schnellen Ranking, doch die Suchmaschinenanbieter werden zunehmend besser darin, die tatsächliche Relevanz des Contents einzuschätzen. Heute analysieren und gewichten sie die Kategorietexte nach ihrer Informationsdichte, Verständlichkeit und Bedeutung für den Webseitenbesucher. Das bedeutet: Nicht nur die Auswahl und Integration der richtigen Keywords ist für den Erfolg eines Kategorietextes entscheidend. Auch eine fundierte inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Sortiment ist unumgänglich. Schauen Sie sich bei Ihrer Keyword- und Contentrecherche unter diesem Gesichtspunkt ruhig einmal die Kategorietexte Ihrer Mitbewerber an. Aber Vorsicht: Selbstverständlich dürfen Sie die Inhalte nicht kopieren. Die Texte Ihres Onlineshops sollten immer einzigartig sein und sich von der Konkurrenz absetzen. Denn mit Duplicate Content laufen Sie Gefahr, in den Suchergebnislisten auf die hinteren Plätze verbannt zu werden.

Tipps zu Keywords und Tonalität in Kategorietexten

Idealerweise sollten Sie zusätzlich Synonyme und semantisch verwandte Wörter für Ihre Keywords verwenden – das erhöht nicht nur die Chance, dass Ihre Produktkategorie ebenfalls mit anderen Suchbegriffen gefunden wird, der Text wird dadurch auch leserfreundlicher. Nutzen Sie außerdem lieber alltägliche Begriffe statt fachlicher Sprache. Denn ein potenzieller Kunde wird viel wahrscheinlicher nach einem „Handy“ als nach einem „Mobilfunkgerät“ suchen. Häufig geben User bei der Suche nach Onlineshops auch eine Kombination aus zwei bis fünf Suchbegriffen ein, also zum Beispiel „Handy mit Fotokamera online kaufen“. Ein Kategorietext sollte daher neben dem Hauptkeyword geeignete Longtail-Keywords beinhalten. In diesem Blogbeitrag haben wir ein paar Tipps für die Keywordrecherche für Sie zusammengetragen.

Nun haben Sie alles Wesentliche zum Kategorietext erfahren und können mit dem Schreiben loslegen. In den nächsten Beiträgen unserer Blogserie geht es dann weiter ins Detail: Sie erfahren, wie Sie Brandtexte schreiben, die den Markenkern treffen, und worauf es bei Ratgebern und How-tos wirklich ankommt.

Weitere spannende Artikel aus unserer Serie „ Content für Onlineshops“ finden Sie hier.


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geschrieben von: Adeline Matzner

Adeline Matzner

Adeline arbeitet bei textbest in der Online-Redaktion und Grafik. Für unseren Blog schreibt sie über spannende Neuigkeiten rund um wirkungsvolles Content-Marketing und ansprechendes Design.

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